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04.04.2006

10:27 Uhr

Orangensaftmarke

Valensina ringt um alte Größe

VonIngo Reich

Mit einer Reihe von Kooperationen und Aktionen soll die Orangensaftmarke Valensina wieder an alte Zeiten anknüpfen, als die Schöpfung des legendären Dr. Dittmeyer noch hinter Coca-Cola auf Rang zwei der populärsten Marken in Deutschland lag - das war im Jahr 1993.

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RHEINBERG. Auf diese Markenkraft vertraute Wilfried Mocken, als er Valensina vor drei Jahren aus der Konkursmasse von Rolf H. Dittmeyer erwarb. Jetzt hat er eine breite Palette von Kooperationspartnern zusammen, die von Roncadin (Speiseeis), Bauer (Joghurt) bis hin zum Bonbon-Hersteller Mederer reicht. Auch einen Produzenten von gekühltem Direktsaft und einen Vermarkter von frischen Früchten hat Mocken inzwischen gefunden, um mit Macht in die Regale des Handels zurückzudrängen und dort für das notwendige Aufsehen zu sorgen. „Valensina muss Präsenz in allen Produktgruppen zeigen, in denen die Verbraucher sie erwarten“, sagt Mocken.

Gegenüber den zu Dittmeyers Zeiten noch 100 Millionen Einheiten Valensina, die pro Jahr ihren Weg in die Einkaufskörbe der Verbraucher fanden, bleibt Mocken relativ bescheiden. „30 bis 50 Millionen Einheiten jährlich sind möglich“, schätzt Mocken, der Valensina zur Namensgeberin seines kleinen Getränkeimperiums gemacht, das er vom niederrheinischen Rheinberg aus führt. So gehören die Marken „Hitchcock“, „Wolfra“, „Dreh’ und trink“ und „Donath“ schon seit längerem zur ehemaligen Sport fit Marken Holding, aber auch Lizenzen für „Kneipp“-Getränke und „Spa“-Mineralwasser befinden sich im Portfolio. Im „Hauptberuf“ ist Mocken Vorstandsvorsitzender der Underberg AG, die an gleichem Ort residiert.

Rund 80 Mill. Euro jährlich, also exakt die Hälfte ihres Umsatzes, erlöst die Valensina GmbH im Markengeschäft. Die andere Hälfte steuern die Handelsmarken der Discounter bei, bei denen das Unternehmen unter „Dr. Siemer“ firmiert. Als „Verlustgeschäft“ bezeichnet Mocken jedoch die Herstellung von „No-Name-Produkten“ für die Billigheimer der Nation. Deshalb will der Valensina-Mehrheitsgesellschafter, der Underberg mit 25 Prozent am Geschäft beteiligt hat, seine Chancen vor allem mit „Marken in der Nische“ suchen.

Dazu hat Mocken für seine Sparte „Gesunde Ernährung“ auch bereits den Vertriebsweg über Apotheken und Reformhäuser erschlossen. Hier locken wesentlich höhere Margen als in den „normalen“ Handelshäusern. Und auch dort will Mocken beispielsweise für Valensina aktive Preispflege betreiben und sich deutlich als Familiengetränk im mittleren Preissegment etablieren. Weiter Wachstumsmöglichkeiten sieht Mocken im benachbarten Ausland, das rund ein Fünftel zum Umsatz beisteuert. „Aber unser Kernabsatzgebiet bleibt Deutschland“, betont der Valensina-Chef.

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