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21.07.2015

16:50 Uhr

Osram

Chinesen an Teilen von Lampengeschäft interessiert

Kaum ist die Ausgliederung des traditionsreichen Lampen-Geschäfts von Osram angelaufen, da mehren sich die Verkaufsspekulationen. Nun hat ein chinesisches Unternehmen seinen Hut in den Ring geworfen.

Osram will das Geschäft mit Halogen-, LED- und Energiespar-Lampen ausgliedern. dpa

Traditionsgeschäft

Osram will das Geschäft mit Halogen-, LED- und Energiespar-Lampen ausgliedern.

PekingChinesische Investoren haben Interesse an Teilen des Geschäfts des Lichttechnik-Konzerns Osram bekundet. Das Unternehmen Feilo Acoustics informierte seine Anleger in einem Schreiben, das am Dienstag an der Börse von Shanghai veröffentlicht wurde, über das Kaufinteresse. Dabei verwies Feilo auf die Pläne des Münchner Traditionskonzerns, der bis zum kommenden Frühjahr sein Lampengeschäft ausgliedern will. Deshalb erwäge das Unternehmen, unter anderem Teile des traditionellen Lichtgeschäfts und der LED-Sparte zu kaufen.

Ein Osram-Sprecher wollte dies nicht kommentieren. „Es ist kein Verkaufsprozess für das Lampengeschäft gestartet“, sagte er lediglich. Sollte sich das Interesse tatsächlich auf die vor der Ausgliederung stehende Sparte von Osram beziehen, so zeige dies, dass es ein gewisses Interesse gebe.

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Osram will das Geschäft mit Lampen - darunter Halogen- und Energiesparlampen, aber auch moderne LED-Lampen - in ein eigenständiges Tochterunternehmen ausgliedern. Zusammen kommen die Einheiten auf etwa 12 000 Beschäftigte und rund zwei Milliarden Umsatz, das sind knapp 40 Prozent der Gesamterlöse des Konzerns. Was aus der Tochter wird, gilt bisher als offen - infrage kommen neben einem Verkauf auch die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen oder eine Abspaltung über die Börse.

Künftig bleiben bei Osram die Geschäfte mit LED-Halbleitern und Spezialbeleuchtung. Dazu gehört auch Lichttechnik für die Autoindustrie, bei der die Münchner führend sind. Zudem setzen sie auf Systemlösungen und intelligente Steuerung, etwa bei der Beleuchtung von Museen oder Kirchen. Das Geschäft mit Lampen hingegen ist angesichts immer kürzerer Innovationszyklen, Billig-Konkurrenz aus Asien und Preisverfalls seit längerem ein Problemfall.

Feilo erklärte, welche Konzernteile genau zur Debatte stehen und welcher Preis dafür gezahlt werden soll, stehe noch nicht fest. Man wolle Osram zunächst eine nicht bindende Absichtserklärung zukommen lassen.

Der Osram-Aktie gaben die Spekulationen am Dienstag Auftrieb. Zeitweise ging es für die Papiere des Licht-Konzerns auf fast 51 Euro aufwärts. Am Nachmittag notierten die Aktien noch um ein Prozent im Plus bei zeitweise 49,77 Euro. „Obwohl kein Preis genannt wurde, ist die Meldung zunächst positiv zu werten“, sagte Experte Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel. Es steige die Hoffnung, dass Osram die Sparte viel früher verkaufen könnte als zunächst erwartet.

Von

dpa

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