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02.02.2011

21:18 Uhr

Otto-Konzern

Sport-Scheck soll wachsen

VonAxel Höpner

Vom Boom der Sportbranche soll nun auch die Münchener Tochter des Handelskonzerns Otto profitieren. Das Internetgeschäft und neue Filialen sollen den Umsatz auf eine halbe Milliarde Euro hochschrauben – und das so schnell wie möglich.

Logo des Otto-Versandes: Die Tochter des Handelskonzerns soll stark ausgebaut werden. Reuters

Logo des Otto-Versandes: Die Tochter des Handelskonzerns soll stark ausgebaut werden.

MÜNCHEN. Der Handelskonzern Otto will sein Sportgeschäft aggressiv ausbauen. Der Umsatz der Tochter Sport-Scheck soll in den nächsten Jahren auf eine halbe Milliarde Euro steigen. „Dieses Ziel wollen wir relativ kurzfristig erreichen“, erklärte Sport-Scheck-Chef Stefan Herzog am Mittwoch in München. Dazu beitragen sollen das rasch wachsende Internetgeschäft, die Eröffnung neuer Filialen und ein Umzug des Stammhauses in einen der attraktivsten Standorte in der Münchener Fußgängerzone.

Die Otto-Tochter tritt gegen Konkurrenten wie Karstadt Sport und Spezialisten wie Globetrotter an. Im gerade zu Ende gehenden Geschäftsjahr 2010/11, das Ende Februar ausläuft, sei das Umsatzwachstum „deutlich zweistellig“ gewesen, sagte Geschäftsführer Jürgen Habermann. Im Geschäftsjahr 2009/10 waren die Erlöse um 5,5 Prozent auf 323 Millionen Euro gestiegen. Sport-Scheck macht inzwischen etwa 40 Prozent des Geschäfts im Internet, gut 50 Prozent in den 16 Sporthäusern in Deutschland und den Rest mit dem Katalogversand.

Sport-Scheck hat in letzter Zeit massiv in die bundesweite Expansion investiert. So wurde ein neues Haus in Berlin eröffnet und in TV-Spots erstmals für die Marke geworben. Die Otto-Tochter profitiert derzeit aber auch vom Branchentrend. Die Kunden sind in der Regel zahlungskräftig, vor allem die Outdoor-Sportarten boomen.

Zuletzt bescherte der harte Winter dem deutschen Sportfachhandel einen kräftigen Umsatzschub. Die Erlöse der Händler seien im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro gestiegen, sagte der Präsident des Verbands Deutscher Sportfachhandel (VDS), Werner Haizmann, gestern. Über ihre Zukunft müssten sich die Sportgeschäfte in den kommenden Jahren jedenfalls keine Sorgen machen.

Auch Sport-Scheck-Chef Herzog sieht daher noch Luft für neue und größere Standorte. Beim Umzug in die Münchener Fußgängerzone im Jahr 2013 wird Sport-Scheck seine Verkaufsfläche am Heimatstandort auf 8400 Quadratmeter mehr als verdoppeln. Damit könnte die Bedeutung der Sportgeschäfte im Otto-Reich weiter steigen. Allerdings: Angesichts der Konzernumsätze von zehn Milliarden Euro bleibt die Sporttochter eine – wenn auch attraktive – Nische.

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