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24.08.2011

14:56 Uhr

Outdoor-Ausrüster

Mammut erregt Zorn von Klimaschützern

Stein des Anstoßes ist eine Initiative gegen ein strenges Schweizer CO2-Gesetz.

Wanderschuhe der Firma Mammut bei einer Outdoor-Messe in Friedrichshafen. picture alliance / dpaPICTURE-ALLIANCE / DPA

Wanderschuhe der Firma Mammut bei einer Outdoor-Messe in Friedrichshafen.

ZürichDer Schweizer Outdoorsport-Ausrüster Mammut hat den Zorn seiner umweltbewussten Kunden auf sich gezogen. Auf der Facebook-Seite der Firma hagelte es harsche Proteste, nachdem der Wirtschaftsverband Economiesuisse gegen das geplante strenge Schweizer CO2-Gesetz unter anderem mit dem roten Mammut-Label Stimmung machte.

Wegen der harschen Reaktionen der Fangemeinde hat sich Mammut mittlerweile von der Economiesuisse-Kampagne distanziert. „Wir sind da halt mal angefragt worden und waren uns der Konsequenzen nicht bewusst. Da das ganze keine strategische Bedeutung für uns hat, sind wir zu dem Schluss gekommen, den Eintrag auf der Webseite zu entfernen,“ sagte ein Mammut-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.

Die zum Schweizer Mischkonzern Conzetta AG gehörende Firma, die neben Outdoorjacken, Rucksäcken und Wanderschuhen auch Ajungilak-Schlafsäcke, Bergseile und Steigeisen vertreibt, pflegt wie andere Outdoor-Hersteller gerne das Image von Naturverbundenheit und Nachhaltigkeit. So heißt es beispielsweise auf der Mammut-Website: „Unser Ziel ist es, den bestmöglichen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen, so dass auch zukünftige Generationen Bergsteiger sein können.“ Economiesuisse, der Dachverband der Schweizer Wirtschaft, wirbt mit der Parole „Nein zu einem starren CO2-Gesetz“ auf der Internetseite www.co2.ch gegen die geplante Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes in die Atmosphäre um zwanzig Prozent bis 2020. Das Gesetz soll im Herbst im Parlament diskutiert werden.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Tim.Ebner

11.01.2013, 13:31 Uhr

Hallo an das Handelsblatt!

Sehr interessant, diesen Fall habe ich auch in meinen neuen Diplomarbeits-Beitrag zu Shitstorm Management aufgenommen (http://bit.ly/shitstorm_management ). Er ist Teil einer sechsteiligen Serie über Auslöser, Treiber und Wirkungen von Shitstorms, und folgt dem ersten Beitrag über gesellschaftliche Werte als Shitstorm Auslöser (http://bit.ly/shitstorm_ursachen).

Viel Spaß beim Lesen - Feedback ist erwünscht, teilen wäre ebenfalls sehr nett.
Vielen Dank und schöne Grüße aus Münster,
Tim Ebner

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