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19.06.2013

17:59 Uhr

Paketdienst

FedEx startet Sparprogramm

Immer mehr Kunden satteln von teurer Luftfracht auf billigere Dienste, deshalb muss der Paketdienst FedEx nun ein Sparprogramm starten, um seinen Gewinn zu steigern. Dazu wird der US-Riese Tausende von Stellen abbauen.

FedEx wird tausende Stellen abbauen, kündigte der US-Riese nun an. ap

FedEx wird tausende Stellen abbauen, kündigte der US-Riese nun an.

New YorkDer US-Paketriese FedEx streicht rund 3600 Stellen und will so seinen Gewinn steigern. Mit sinkenden Kosten will der Konzern die Flaute im Luftfrachtgeschäft und steigende Treibstoffkosten abfedern. Im vierten Geschäftsquartal per Ende Mai konnte der Wettbewerber der Deutschen Post mehr verdienen als von Analysten erwartet, auch wenn der Gewinn auf 303 Millionen US-Dollar einbrach. Vor Jahresfrist standen noch 550 Millionen US-Dollar in den Büchern. Dennoch zog die Aktie zu Handelsbeginn an und legte 1,2 Prozent zu.

„Wir konzentrieren uns weiter darauf, unsere Einkünfte und Margen in allen unseren Geschäften zu verbessern“, sagte Finanzchef Alan Graf. Die Fortschritte dabei dürften im Geschäftsjahr 2014 aber nur bescheiden ausfallen, räumte er ein. Zwar stehe FedEx weiter auf der Kostenbremse. Doch der US-Riese leidet darunter, dass immer mehr Kunden von teurer Luftfracht auf billigere Dienste wie den Transport ihrer Güter auf See umsatteln. FedEx werde im Expressdienst die Kapazitäten zwischen dem US-Heimatmarkt und Asien im Juli weiter herunterfahren, kündigte Graf an. Der Wettbewerber Deutsche Post hatte dagegen neue Direktflüge zwischen den USA und Japan eingeführt und die Kapazitäten nach Australien erhöht.

FedEx hatte bereits in der Vergangenheit erklärt, Stellen streichen zu wollen. Rund 3600 Mitarbeiter würden den Konzern verlassen, teilte FedEx nun mit. Für das Geschäftsjahr 2014 sagte Fedex insgesamt einen Anstieg des Gewinns pro Aktie zwischen sieben und 13 Prozent voraus. Weltweit agierende Logistik- und Paketdienste wie FedEx, die Deutsche Post oder UPS gelten wegen ihrer globalen Zustellnetze als Gradmesser der konjunkturellen Entwicklung. Auch die Post hatte beklagt, dass Kunden auf teurere Luftfracht verzichteten, um in der Krise etwa in Europa Kosten zu sparen. DHL sieht sich indes als Marktführer in Wachstumsregionen wie Asien.

Zudem profitieren die Post und auch der Wettbewerber UPS vom boomenden Internet-Handel - die Verbraucher bestellen Waren bei Online-Händlern wie Amazon, die Post liefert diese dann aus. Auch FedEx profitierte im Heimatmarkt von diesem Trend - der E-Commerce sorge für Wachstum bei der Auslieferung kleinerer Pakete, betonte der Konzern.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Nachwuchs

19.06.2013, 19:01 Uhr

Mehr Gewinn mit weniger Personal? Also schlechtere Leistung? Warum kürzt man nicht die Einkommen der/des oberen Management um 95% und Sie haben immer noch genug um Ihre Fehler aus zu bügeln!!???

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