Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.10.2013

16:49 Uhr

Paketdienst

UPS profitiert vom Online-Boom und steigert Gewinn

UPS profitiert von der Erholung der US-Wirtschaft und dem boomenden Online-Handel. Der Paketdienst steigert seinen Gewinn um sieben Prozent. Dabei hatte das Unternehmen seine Gewinnprognose gesenkt.

Genauso wie der Konkurrenz macht auch UPS zu schaffen, dass viele Kunden von der teuren Luftfracht auf billigere Transportmöglichkeiten wie den Wasserweg ausweichen. ap

Genauso wie der Konkurrenz macht auch UPS zu schaffen, dass viele Kunden von der teuren Luftfracht auf billigere Transportmöglichkeiten wie den Wasserweg ausweichen.

ChicagoDie Erholung der US-Wirtschaft und der boomende Online-Handel geben dem weltgrößten Paketdienst UPS vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft Rückenwind. Der Deutsche-Post-Rivale steigerte seinen bereinigten Quartalsgewinn nach Angaben von Freitag um sieben Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Der Umsatz legte um 3,4 Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar zu.

Vor allem das Geschäft auf dem US-Heimatmarkt zog an – auch weil immer mehr Verbraucher im Internet einkaufen. UPS rechnet daher auch für seine Hochsaison, die in den USA traditionell mit Thanksgiving Ende November beginnt, mit einem florierenden Versandhandel. Zuletzt hatte UPS auch von besseren Geschäften in einigen europäischen Ländern profitiert, wo dank der Exporterholung wieder mehr Güter transportiert werden.

Dem Konzern macht aber wie auch der Konkurrenz weiterhin zu schaffen, dass viele Kunden weltweit vor allem auf internationalen Strecken von der teuren Luftfracht auf billigere Transportmöglichkeiten wie dem Wasserweg ausweichen. Das belastet die Margen. UPS hatte deswegen bereits seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt und im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang von acht Prozent erlitten. Der heimische Rivale Fedex leitete einen Sparkurs ein und baut rund 3600 Stellen ab.

Wo Pakete am Wunschtermin kommen

Deutsche Post DHL

Die Deutsche Post will künftig allen Paketempfängern den Lieferzeitpunkt auf vier Stunden genau mitteilen. Kunden erhalten am Vortag der Zustellung eine E-Mail, in der das Zeitfenster genannt wird. Dafür gibt der Absender des Pakets, zum Beispiel ein Onlineshop die E-Mail-Adresse des Empfängers an DHL weiter. Über das Portal Paket.de können Empfänger auch Wunschtag und Wunschort für die Lieferung festlegen, müssen sich hierfür allerdings registrieren. DHL bietet Versendern außerdem kostenpflichtig an, Pakete per Expresszustellung vor einer bestimmten Uhrzeit zu liefern. Bei den Selbstbedienungs-Packstationen des Konzerns können Kunden rund um die Uhr ihre Lieferungen abholen.

GLS

Der Paketlieferant kann den Zustellzeitpunkt für Empfänger zwischen einer und vier Stunden eingrenzen - je nachdem, wie dicht besiedelt das Liefergebiet ist. Meist kann das Unternehmen nach eigenen Angaben den Liefertermin auf zwei Stunden genau vorhersagen. Das Angebot ist für den Versender kostenfrei. Kann ein Paket weder dem Empfänger direkt zugestellt, noch einem Nachbarn übergeben werden, geht es zur Abholung durch den Kunden in einen Paketshop.

DPD

DPD bietet Versendern die kostenpflichtige Möglichkeit, ein Zeitfenster für Paketlieferungen festzulegen. Dieses Zeitfenster beläuft sich nach Angaben des Unternehmens „auf bis zu drei Stunden“, soll aber künftig nur noch 30 Minuten betragen. Empfänger werden am Zustelltag per SMS oder E-Mail über den erwartbaren Zustellzeitpunkt informiert. Alternativ bietet DPD Empfängern an, sich Pakete in einen DPD-Paketshop in der Nähe schicken zu lassen anstatt an die eigene Adresse.

UPS

Der Paketdienst UPS nennt Empfängern bei Standardsendungen kein bestimmtes Zeitfenster für die Lieferung. Die Zustellung erfolgt demnach "üblicherweise zwischen 09.00 und 17.00 Uhr (und manchmal später) an Privathaushalte". Bis zu drei Zustellversuche würden unternommen, Wochenenden und Feiertage sind bei der Zustellung ausgeschlossen. Als Service können Versender die Expresszustellung vor einer bestimmten Uhrzeit hinzu buchen, wie etwa vor 09.00 Uhr oder vor 10.30 Uhr, ebenso wie teils auch die Samstagszustellung.

Hermes

Der Zustelldienst des Versandhändlers Otto will Empfängern ab kommendem Jahr auf ein bis zwei Stunden genau mitteilen, wann sie beliefert werden. Auch will das Unternehmen künftig verstärkt nach Feierabend liefern, wie Hermes-Chef Hanjo Schneider dem "Handelsblatt" im Februar sagte. Bislang liefert Hermes nach eigenen Angaben von montags bis samstags zwischen acht und 20.00 Uhr. Ein bestimmtes Zeitfenster für die Lieferung ist nach Firmenangaben bislang nicht möglich. Auch Hermes leitet Sendungen auf Wunsch der Empfänger in Paketshops weiter.

Auch die Post beklagte, dass Kunden auf die teurere Luftfracht verzichteten, um in der Krise etwa in Europa Kosten zu sparen. Die Branche gilt wegen ihrer weltweiten Zustellnetze als Konjunkturbarometer.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×