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06.12.2014

14:20 Uhr

Pakete zur Weihnachtszeit

Proteste beeinträchtigen Postbetrieb kaum

Sind wegen der Proteste bei der Post vor dem Nikolaustag viele Pakete liegengeblieben? Verdi sagt: Ja. Die Post sagt: Nein. Um die fünf Millionen Sendungen zu bearbeiten, hatten Mitarbeiter der Verwaltung mitangepackt.

Vor dem Nikolaustag ein seltenes Bild: Ein Mitarbeiter des Paketdienstleisters DHL der Deutschen Post trägt ein Paket zum Kunden. dpa

Vor dem Nikolaustag ein seltenes Bild: Ein Mitarbeiter des Paketdienstleisters DHL der Deutschen Post trägt ein Paket zum Kunden.

BonnDie Protestaktionen in den Paketzentren der Deutschen Post haben die Zustellung nach Angaben des Logistikkonzerns kaum beeinträchtigt. Ein Sprecher der Post sagte am Samstag, man habe sich auf den Engpass eingestellt. 96 Prozent der am Freitag eingelieferten Sendungen würden am Samstag, dem Nikolaustag, zugestellt. In der Nacht seien fünf Millionen Paketsendungen bearbeitet worden. Weniger als 200 000 würden nicht am Samstag, aber bis Montag ankommen. Die Gewerkschaft Verdi betonte, es seien viele Pakete liegengeblieben.

Mit Betriebsversammlungen in 32 von 33 Paketzentren hatten Beschäftigte am Freitagabend gegen die aus ihrer Sicht zu hohe Zahl befristeter Jobs bei der Post protestiert. Die Versammlungen hätten etwa drei Stunden gedauert und seien ganz bewusst in die Hauptarbeitszeit gelegt worden, sagte Rolf Bauermeister, der für die Post zuständige Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Verdi. Er kündigte weitere „betriebliche Aktivitäten“ an, wenn die Post nicht einlenke.

Die Post hatte sich auf den Protest eingestellt und vorsorglich externe Kräfte angeheuert. Auch Mitarbeiter, die in der Verwaltung der Paketzentren arbeiten, hätten mitangepackt, berichtete ein Sprecher.

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Laut Verdi sind von bundesweit 131.000 Beschäftigten im Brief- und Paketbereich rund 24 000 Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen eingestellt. Die Post spricht dagegen von 14.700 befristeten Kräften und rund 9000 saisonalen Aushilfskräften.

Die Gewerkschaft erkenne an, dass ein Anteil von Befristungen berechtigt sei, meinte Bauermeister. „Die Post hat den Bogen aber bei weitem überspannt“, sagte der Bundesfachgruppenleiter Post bei Verdi.

Von

dpa

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