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15.09.2014

09:57 Uhr

Paris

Air-France-Streik sorgt für Durcheinander

In Paris streiken die Piloten von Air France – jeder zweite Flug des Hauptstadtflughafens fällt am Montag aus. Der Streik könnte noch eine Woche dauern – das wäre ein neuer Rekord.

Die Pilotengewerkschaft SNPL hat vom 15. bis 22. September zu einem Streik aufgerufen. Reuters

Die Pilotengewerkschaft SNPL hat vom 15. bis 22. September zu einem Streik aufgerufen.

ParisPassagiere der französischen Fluggesellschaft Air France haben am Montag die Auswirkungen des angekündigten Pilotenstreiks zu spüren bekommen: Am Flughafen Roissy in Paris mussten Reisende an den Air-France-Schaltern auf eine mögliche Umbuchung warten, wie AFP-Journalisten berichteten. Jeder zweite Air-France-Flug fällt am Montag aus, auch in den nächsten Tagen dürfte der Flugverkehr wegen des Streiks gewaltig durcheinander geraten.

Ein gestresster Passagier hob in Roissy hervor, dass er „absolut eine Lösung“ finden müsse, um noch am Montag nach München zu kommen. Dennoch zeigte er sich „solidarisch“ mit den Piloten, die gegen Pläne der Fluggesellschaft streiken, ihr Billig-Angebot auszuweiten. Andere Flugreisende zeigten sich weniger verständnisvoll. „Ich komme nicht nach Hause, na schönen Dank“, ärgerte sich Jean-Marc Ragot am Morgen, der von Nairobi kommend nach Lyon weiterreisen wollte.

Das sind die größten Airlines der Welt

Platz 10

Air China ist die zweitgrößte Fluggesellschaft der Volksrepublik – und die einzige zivile Linie, der es erlaubt ist, die chinesische Nationalflagge auf ihren Flugzeugen anzubringen.
Passagiere 2014: 54,58 Millionen

Platz 9

Die Lufthansa ist die größte deutsche Fluggesellschaft und befördert den Großteil ihrer Passagiere auf internationalen Flügen.
Passagiere 2014: 59,85 Millionen

Platz 8

Easyjet aus Großbritannien ist nach Ryanair die zweitgrößte Billigfluggesellschaft der Welt.
Passagiere 2014: 62,31 Millionen

Platz 7

China Eastern Airlines hat seine Basis in Shanghai, fliegt trotz des Namens nicht nur Ziele im Osten des Landes an, sondern ist sowohl in ganz China als auch internationale unterwegs.
Passagiere 2014: 66,17 Millionen

Platz 6

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair liegt im weltweiten Ranking auf Platz 6, in Europa ist aber keine Airline größer als das Unternehmen aus Dublin. Interessant: Ryanair bietet ausschließlich internationale Flüge an.
Passagiere 2014: 86,37 Millionen

Platz 5

American Airlines mit Sitz in Texas ist eine der ältesten Fluglinien der Welt, sie wurde bereits 1930 gegründet.
Passagiere 2014: 87,83 Millionen

Platz 4

Noch ein wenig älter ist United Airlines, ebenfalls aus den USA. Die Unternehmensgeschichte geht bis ins Jahr 1926 zurück.
Passagiere 2014: 90,44 Millionen

Platz 3

China Southern Airlines ist die größte Fluggesellschaft Asiens. Den Großteil ihrer Passagiere befördert die Airline auf Flügen innerhalb Chinas.
Passagiere 2014: 100,68 Millionen

Platz 2

Southwest Airlines aus den USA ist eine Billigfluggesellschaft mit Sitz in Dallas. 1967 gegründet, ist das Unternehmen Pionier des Billigflugsegments. Sie bietet fast ausschließlich Flüge innerhalb der USA an.
Passagiere 2014: 129,09 Millionen

Platz 1

Delta Air Lines gehört zu den drei verbliebenen traditionsreichen Linienfluggesellschaften in den USA. Ganz knapp verweist das Unternehmen die Southwest Airlines auf Rang zwei.
Passagiere 2014: 129,43 Millionen

Quelle: IATA

Die Pilotengewerkschaft SNPL hat vom 15. bis 22. September zu einem Streik aufgerufen, zwei andere Gewerkschaften bis zum 18. September. Air France rechnet daher damit, dass fast die Hälfte aller Flüge ausfallen wird. Weil starke Behinderungen erwartet werden, hatte die Fluggesellschaft ihre Kunden aufgefordert, ihre Reisen zu verschieben, ihre Tickets zu ändern oder sich den Reisepreis zurückzahlen zu lassen. 65.000 Textnachrichten wurden deshalb an Air-France-Passagiere verschickt. Die Gewerkschaften gehen davon aus, dass sich die Lage am Dienstag noch verschärft.

Hintergrund des Arbeitskampfs sind Pläne des Unternehmens, Kurz- und Mittelstreckenflüge künftig verstärkt über das Tochterunternehmen Transavia abzuwickeln und dieses zu einer europaweiten Billig-Fluglinie auszubauen. Die Gewerkschaft befürchtet eine Auslagerung von Jobs und schlechtere Arbeitsbedingungen.

Ein siebentägiger Streik wäre die längste Arbeitsniederlegung von Piloten der Air France seit 1998. Die Unternehmensführung von Air France bezifferte die täglichen Einbußen durch den Streik auf 10 bis 15 Millionen Euro.

Von

afp

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