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09.01.2013

08:47 Uhr

Passagierschwund

Immer weniger fliegen mit Air Berlin

Die Hiobsbotschaften für die angeschlagene Fluglinie Air Berlin reißen nicht ab. Nachdem am Montag Konzernchef Mehdorn seinen Rücktritt verkündete, meldet das Unternehmen nun, dass sich der Passagierschwund beschleunigt.

. Im Dezember beförderte die zweitgrößte deutsche Airline gut 1,8 Millionen Passagiere und damit 8,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. dapd

. Im Dezember beförderte die zweitgrößte deutsche Airline gut 1,8 Millionen Passagiere und damit 8,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

RickmansworthDie angeschlagene Fluglinie Air Berlin leidet unter zunehmendem Passagierschwund. Im Dezember beförderte die zweitgrößte deutsche Airline gut 1,8 Millionen Passagiere und damit 8,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie Air Berlin am Mittwoch mitteilte. Insgesamt sei die Zahl der Fluggäste im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent auf gut 33,3 Millionen gefallen. Das Unternehmen begründet das mit dem bewusst gekappten Flugplan. Weil das Unternehmen zugleich die Zahl seiner Flieger reduzierte, sei die Auslastung im Dezember um 3,1 Punkte auf nun 77,8 Prozent gestiegen, hieß es weiter.

Die größten europäischen Billigflieger

Platz 10

Wizz Air: 42 Flugzeuge

Die ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie mit ihren 42 Airbus A320 die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an.

Quelle: DLR Low-Cost-Monitor 1/2014 (Stand: Frühjahr 2014). Es wurden ausschließlich in Deutschland operierende Airlines in das Ranking aufgenommen.

Platz 9

Jet 2: 49 Flugzeuge

Die britische Billig-Airline Jet 2 gibt es erst seit dem Jahr 2002, trotzdem hat sie mit 49 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billig-Airlines. Mit ihren 38 Boeing 737-Maschinen und elf Boeing 757 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an.

Platz 8

Germanwings: 55 Flugzeuge

Die Lufthansa-Tochter bleibt in den Top Ten der europäischen Billigflieger. Germanwings kommt der Aufstellung zufolge auf 55 Flugzeuge in der Flotte. Weil die Lufthansa allerdings noch weitere Flugverbindungen und Maschinen an die Tochter abgibt, wird die Zahl der Flieger noch zunehmen.

Platz 7

Flybe: 59 Flugzeuge

Die britische Airline Flybe betreibt mit 37 Maschinen die größte Flotte an Bombardier Dash Q8-400 Maschinen weltweit. Dazu kommen 22 Flieger von Embraer. Flybe hat seinen Sitz in Southampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an.

Platz 6

Vueling: 72 Flugzeuge

Die spanische Fluggesellschaft Vueling startete im Jahr 2004. Die Flotte der Billig-Airline besteht aus Flugzeugen der Typen Airbus A320 und A319. Der Billigflieger gehört mittlerweile zur International Airline Group (IAG), der Mutter von British Airways und Iberia. Die Flotte wächst weiter – auch dank der Übernahme von Iberia-Verbindungen.

Platz 5

Air Berlin: 88 Flugzeuge

Die Netzwerk-Airline Air Berlin ist ebenfalls im Ranking vertreten – mit Strecken, die als Low-Cost-Flüge gelten (siehe Hinweis). Die Fluggesellschaft hat 41 Airbus A319, A320 und A321, 46 Boeing 737 und eine ATR in der Flotte.
Hinweis: Das DLR spricht bei Air Berlin von einer „Grauzone“, in der mehrere Geschäftsmodelle Anwendung finden. In das Ranking wurden nur die bisherigen Low-Cost-Strecken der in Air Berlin aufgegangenen Fluggesellschaften aufgenommen. Bei der Flotte verhält es sich offenbar ähnlich. Die komplette Flotte von Air Berlin finden Sie hier.

Platz 4

Norwegian: 91 Flugzeuge

Zu Norwegian gehören 87 Boeing 737 und vier 787, viele davon sind mit Portraits berühmter skandinavischer Persönlichkeiten geschmückt. Norwegian gehört damit mittlerweile zu den großen im europäischen Luftraum.

Platz 3

HOP!: 102 Flugzeuge

Die Fluggesellschaft ist neu im Ranking – und schießt gleich auf Rang drei vor. Das hat einen einfachen Grund: Der Zusammenschluss mehrerer ehemaliger französischer Regionalflieger unter dem Dach der Air France bedient erst seit kurzem den deutschen Markt.

Platz 2

Easyjet: 197 Flugzeuge

Die britische Fluglinie Easyjet ist die Nummer zwei der Billigflieger in Europa. Zu der wachsenden Flotte gehören 138 Airbus A319 und 59 Airbus A320.

Platz 1

Ryanair: 297 Flugzeuge

Mit einer Flotte von mehr als knapp 300 Flugzeugen ist Ryanair unumstritten die größte Billig-Airline in Europa. Und die Flotte wird noch größer: Bei Boeing haben die Iren zuletzt 175 neue Flugzeuge bestellt.

Erst am Montag hatte der als Sanierer zu Air Berlin gekommene ehemalige Bahn-Chef Hartmut Mehdorn den Vorstandsvorsitz bei Air Berlin nach nur 15 Monaten abgegeben. Bereits zuvor hatten Gerüchte kursiert, wonach der Air-Berlin-Großaktionär Etihad Airways nach einem Nachfolger suche. Für Mehdorn übernahm nun der seit Oktober amtierende Strategie- und Planungsvorstand Wolfgang Prock-Schauer.


Von

dapd

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

09.01.2013, 09:33 Uhr


Ich kein Wunder, dass immer mehr Gäste, vor allen Dingen Geschäftsflieger der Air Berlin den Rücken kehren.

Strecken werden abgebaut und der Service am Boden sowie am Telefon sind schlecht.

An Bord wird es auch immer schlimmer; auf einem Flug von Hamburg nach Stuttgart habe ich es tatsächlich erlebt, dass die Bordtoilette verschlossen war, weil die Crew dort Ihr Gepäck abgestellt hatte.

Saeufernase_Mehdorn

09.01.2013, 09:50 Uhr

Für mich war Mehdorn der Grund warum ich bei meinen letzten Flugbuchungen ausdrücklich AirBerlin außen vor gelassen habe. Dieser Mensch hat bei der Bahn gezeigt, dass es ihn nicht interessiert, ob die Technik funktioniert oder nicht. Bei der Bahn ist das nicht so schlimm. Die bleibt dann eben mal 3 Stunden auf freier Strecke stehen. Beim Flugzeug geht das nicht so glimpflich aus. Mehdorns Kundenverachtung ist einfach nur geschäftsschädigend. Aber jetzt wo er weg ist, kann es ja wieder aufwärts gehen. Mit den Passagierzahlen und mit AirBerlin.

Account gelöscht!

09.01.2013, 11:05 Uhr

Wo ist der negative Aspekt der Meldung? Im Artikel selber steht, dass die Auslastung gestiegen sei.

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