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22.05.2014

12:48 Uhr

Pastasoßen

Unilever verkauft seine Soßen Ragu und Bertolli

Der britisch-niederländische Konzern Unilever verkauft seine Pastasoßen Ragu und Bertolli an den japanischen Lebensmittelproduzenten Mizkan. Die neuen Eigentümer wollen rund zwei Milliarden Dollar zahlen – in bar.

Das Unilever-Hauptquartier in Rotterdam: Der Verkauf bringt dem Unternehmen 1,6 Milliarden Euro ein. dpa

Das Unilever-Hauptquartier in Rotterdam: Der Verkauf bringt dem Unternehmen 1,6 Milliarden Euro ein.

RotterdamDer Konsumgüterkonzern Unilever verkauft seine Nudelsoßen-Marken Bertolli und Ragu für 2,15 Milliarden Dollar in bar an den japanischen Würzmittel-Hersteller Mizkan. Der britisch-niederländische Hersteller von Knorr-Suppen teilte am Donnerstag mit, der Transaktion zugestimmt zu haben. Unilever setzte mit seiner Soßensparte jährlich mehr als 600 Millionen Dollar um. Das Unternehmen will sich auf Produkte konzentrieren, die höhere Wachstumsraten und Margen aufweisen, wie etwa die Dove-Körperpflegeserie. Die Japaner, die nach eigenen Angaben weltgrößter Anbieter von Reisessig sind, fassen dagegen durch den Deal insbesondere in den USA besser Fuß, wo Ragu-Soßen stark verbreitet sind.

Im Rahmen des Geschäfts wechselten auch zwei Soßenfabriken in den US-Bundesstaaten Kalifornien und Kentucky den Besitzer. Die Marke Bertolli in anderen Weltregionen bleibt den Angaben zufolge bei Unilever. Ragu gibt es nur in Nordamerika.

Mizkan zeigte sich zufrieden mit dem Kauf von „zwei der bekanntesten Marken der USA“. Das Geschäft sei eine wichtige Etappe bei der angestrebten globalen Expansion. „Der amerikanische Markt für Nudelsoßen ist groß, attraktiv und wird auf 2,3 Milliarden Dollar geschätzt“, so Mizkan-Chef Kazuhide Nakano.

Unilever macht nach eigenen Angaben bisher in Nordamerika rund 600 Millionen Dollar Umsatz im Jahr mit den Nudelsoßen. Der Konzern, zu dem unter anderem Lipton-Tee, Knorr-Suppen und Rexona-Deos gehören, hat weltweit mehr als 173.000 Mitarbeiter.

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