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22.01.2015

04:59 Uhr

Paypal-Abspaltung

Ebay streicht Tausende Jobs

Ebay profitiert abermals kräftig von seiner Bezahltochter Paypal. Doch der geplante Konzernumbau wird viele Mitarbeiter den Job kosten. Ein Vertreter von Großinvestor Carl Icahn hingegen bekommt einen Posten.

Ebay-Reform

Ebay entlässt über 2000 Mitarbeiter

Ebay-Reform: Ebay entlässt über 2000 Mitarbeiter

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San Jose/San FranciscoVor der Abspaltung der Bezahltochter Paypal werden bei Ebay Tausende Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Der Online-Handelskonzern teilte am Mittwoch mit, 2400 Stellen zu streichen - das entspricht etwa sieben Prozent der Belegschaft.

Als voraussichtliche Kosten für den Stellenabbau und den Unternehmensumbau veranschlagte eBay zwischen 210 und 240 Millionen Dollar im ersten Quartal und 350 bis 400 Millionen Dollar für das Gesamtjahr. Für das erste Vierteljahr 2015 stellte der Konzern einen Gewinn je Aktie von 68 bis 71 Cent in Aussicht und einen Umsatz in Höhe von 4,35 bis 4,45 Milliarden Dollar. Analysten hatten in beiden Fällen im Schnitt bislang mit mehr gerechnet.

Im Schlussquartal 2014 liefen die Geschäfte schleppender als erwartet. Ebay meldete zwar einen Umsatzanstieg um 8,6 Prozent im Jahresvergleich auf 4,9 Milliarden Dollar (4,2 Mrd Euro). Analysten hatten aber mit einem besseren Weihnachtsgeschäft gerechnet.

Der Konzern steigerte seinen Gewinn zum Vorjahr dennoch um zehn Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Das entsprach in etwa den Markterwartungen.

Im Gesamtjahr 2014 setzte Ebay 17,9 Milliarden Dollar um - zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Ebays Kerngeschäft, der Online-Marktplatz, kam dabei kaum vom Fleck. Treibende Kraft unter dem Konzerndach bleibt im abgelaufenen Quartal die Tochter Paypal mit einem Umsatzplus von 18 Prozent. Im September hatte Ebay angekündigt, den Bezahldienst abzuspalten.2015 soll Paypal an die Börse gebracht werden.

„Unsere Pläne, Ebay und Paypal im zweiten Halbjahr 2015 in unabhängige Unternehmen aufzuteilen, sind auf Kurs und wir sind zuversichtlich, dass dies der richtige strategische Weg für beide Firmen ist“, sagte Konzernchef John Donahoe.

Der Konzernumbau könnte über die Trennung von Paypal hinausgehen: Das Management prüft, auch die Sparte Ebay Enterprise zu verkaufen oder an die Börse zu bringen. In dem Geschäftsfeld bietet Ebay Firmen Dienstleistungen rund um den Onlinehandel an, etwa die Entwicklung und dem Betrieb von Onlineshops für Unternehmenskunden.

Zudem gab Ebay eine Einigung mit dem aggressiven Hedgefonds-Investor Carl Icahn bekannt, der die Ausgliederung von Paypal gefordert hatte. Im Rahmen des „Stillhalteabkommens“ nimmt Ebay einen Vertreter Icahns, des größten aktiven Aktionärs, in den Verwaltungsrat auf.

Die Aktie stieg nachbörslich um über zwei Prozent.

Kommentare (3)

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Herr Joachim Buch

22.01.2015, 08:10 Uhr

Mit PayPal habe ich im Moment brutalen Ärger - die schreiben sich auf die Fahnen, Verkäufer UND Käufer als Mittler zu schützen, aber wenn einem das PayPal-Konto gehackt wurde (wie das bei einem BEZAHLDIENST passieren kann, ist schon an sich ein Skandal), ist der Käufer doch der Mops. Ich habe hier ein Schreiben von Rechtsanwälten der Fa. PayPal. Daher werde ich nach dieser Geschichte mein PayPal-Konto löschen und EBAY wird langsam einschlafen lassen. Wenn man sieht, was EBAY nur mit der Bereitstellung des Portals an jeder Transaktion verdient, ist das schon fast sittenwidrig. Ich habe bisher vor allem Oldtimer-Teile über EBAY gekauft und verkauft, aber das geht immer besser auch über Foren, daher ist das jetzt auch rum. Tschüß EBAY.

Herr Erik Wikinger

22.01.2015, 08:45 Uhr

Wäre schön, wenn ebay und Paypal von der Bildfläche verschwinden würden !!!

Herr Delete User Delete User

22.01.2015, 09:52 Uhr

@Herr Joachim Buch

Verlangen Sie lückenlose Auskunft gem. §34 Bundesdatenschutzgesetz und treiben Sie damit Ebay und Paypal in die Enge!

Verlangen Sie Auskunft zu Verschlüsselungsverfahren, Aktualität von Sicherheitszertifikaten etc.

Setzen Sie enge Fristen.

Wiederholen Ihre Auskunftbegehren und drohen Strafverfahren unter Hinzuschaltung der Staatsanwaltschaft an. Konfrontieren Sie die Geschäftsführung der GmbHs, diese Personen haften persönlich, indem Sie sie direkt anschreiben. Lassen Sie sich nicht auf Diskussionen zu dem Sitz in Luxemburg oder Irland ein. Nehmen Sie systematisch die Geschäftsführer aus der jeweiligen "Deutschland GmbH" dieser beiden Unternehmen in die Verantwortung. Dort haben Sie den richtigen Hebel.

Verpuffen Ihre Aktionen, was durchaus möglich sein könnte, stellen Sie Strafanzeige!

Ermittlungsverfahren gegen Kreditinstitute sind sehr wirksam.

Gehen Sie parallel an die Öffentlichkeit!


Sie haben weit mehr Möglichkeiten als es auf den ersten Blick erscheinen mag.


Paypal kriegt man verhältnismäßig leicht zu fassen.



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