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01.10.2015

17:55 Uhr

Personalabbau bei Escada

Luxuslabel streicht 200 Stellen

Das Geschäft der Luxusmarke Escada läuft schlecht. Um Kosten zu sparen, entlässt der Damenmodehersteller zum Großteil in seiner Konzernzentrale im oberbayrischen Aschheim etwa 200 Mitarbeiter.

Um die 200 Mitarbeiter müssen die Firmenzentrale verlassen. dpa

Escada

Um die 200 Mitarbeiter müssen die Firmenzentrale verlassen.

MünchenEscada will auf dem hartumkämpften Markt für Luxusmode weiter abspecken. Um Kosten zu sparen, will der Damenmodehersteller weltweit 200 seiner knapp 2000 Stellen streichen, den Großteil davon in seiner Firmenzentrale in Aschheim bei München. Die bisherigen Programme zur Restrukturierung des Unternehmens seien nicht ausreichend gewesen, sagte der Interims-Chef Jörg Wahlers. Der Stellenabbau solle so sozialverträglich gestaltet werden wie möglich.

Wahlers war im Juli vorläufig auf den Chefposten gerückt, nachdem sich Vorgänger Glenn McMahon nach nur sieben Monaten an der Spitze wieder verabschiedet hatte. Hoffnungen setzt Escada nun in den Ausbau des Online-Geschäfts, um sich besser an die Kaufgewohnheiten der Kundinnen in aller Welt anzupassen. Besonders in Russland und China laufen die Escada-Geschäfte schlecht.

Escada galt in seinen besten Zeiten mit Goldknöpfen und opulenten Abendkleidern als eine der bekanntesten Damenmodemarken der Welt, musste im Sommer 2009 aber Insolvenz anmelden. Megha Mittal, die aus einer bekannten indischen Industriellen-Familie stammt und eine Vorliebe für Mode hat, hatte Escada übernommen. Über Geschäftszahlen berichtet das Unternehmen aber bereits seit Jahren nicht mehr.

Die größten Textilhändler in Deutschland

Rang 10

Tchibo / Ernsting's Family
Die Unternehmen aus Hamburg und Coesfeld teilen sich den zehnten Platz mit einem Umsatz von 1,01 Milliarden Euro. Damit schlugen sie 2014 aber etablierte Modefilialisten wie Esprit, Inditex oder den Onlinehändler Zalando.

Quelle: „Textilwirtschaft“

Rang 9

Aldi-Gruppe
Die beiden Discounter (Aldi Nord/Aldi Süd) erzielten 2013 einen geschätzten Textilumsatz von 1,04 Milliarden Euro, ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Damit kann Aldi Rang neun verteidigen.

Rang 8

Lidl
Die Neckarsulmer liegen mit einem Textilumsatz von rund 1,08 Milliarden Euro auf Rang acht.

Rang 7

Tengelmann
Die Mülheimer, die rund 82 Prozent der Billig-Kette Kik besitzen, erwirtschafteten 2014 einen geschätzten Jahresumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro, ein leichtes Plus zum Vorjahr.

Rang 6

Peek & Cloppenburg
Die Düsseldorfer belegen in der Rangfolge der größten Textileinzelhändler in Deutschland mit einem Jahresumsatz von 1,34 Milliarden Euro Platz sechs.

Rang 5

Karstadt
Deutlich geschrumpft ist erneut der Umsatz bei Karstadt - nach „Textilwirtschaft“-Schätzung um mehr als 300 Millionen Euro auf 1,58 Milliarden Euro. Dennoch wird Platz fünf verteidigt.

Platz 4

Metro
Die Düsseldorfer Metro-Group schafft mit Textilien im Jahr 2014 geschätzte 2,25 Milliarden Euro Umsatz.

Platz 3

C&A
Noch ein Düsseldorfer Unternehmen - mit einem Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Euro ist C&A der drittgrößte Textileinzelhändler in Deutschland. Allerdings sind die Einnahmen seit Jahren rückläufig.

Platz 2

H&M
Die schwedische Modekette H&M steigert den Umsatz 2014 deutlich. Die Erlöse belaufen sich in Deutschland auf 3,8 Milliarden Euro.

Platz 1

Otto
Der größte Textileinzelhändler in Deutschland bleibt der Hamburger Versandhändler Otto Group mit einem Textil-Jahresumsatz von 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2014.


Von

dpa

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