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11.05.2014

12:53 Uhr

Personalnot

Fernbuslinien suchen dringend Fahrer

Immer mehr Reisebusse brummen über deutsche Autobahnen. Die Unternehmen brauchen deswegen dringend Fahrer. Eine Änderung im Führerscheinrecht könnte die Personalnot sogar noch verschärfen.

Fernbus in Frankfurt: Die Unternehmer haben Nachwuchssorgen. dpa

Fernbus in Frankfurt: Die Unternehmer haben Nachwuchssorgen.

BerlinDie deutschen Busunternehmen haben auch angesichts des Booms im Fernbusverkehr große Nachwuchssorgen. „Es fehlen uns zurzeit 2000 Busfahrer, die sofort eingestellt werden könnten“, sagte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (BDO), Wolfgang Steinbrück, der Nachrichtenagentur dpa.

In den nächsten drei Jahren schieden außerdem 10.000 ältere Busfahrer aus dem Berufsleben aus. „Wir wissen gar nicht, wie wir diese Lücke schließen sollen“, klagte Steinbrück. „Es melden sich zu wenige, um als Busfahrer ausgebildet zu werden.“

Der Verband will sich jetzt intensiv darum bemühen, Frauen als Busfahrerinnen zu gewinnen. Der Anteil von Frauen an den Fahrern liege bei unter 10 Prozent. „Ich kann nur an die Frauen appellieren: Meldet euch, werdet Busfahrer!“, sagte er. Einen modernen Bus zu steuern, sei eine tolle Sache. Berufsanfänger könnten monatlich 2000 Euro brutto verdienen.

In den neuen Fernbuslinien habe man mit vielen jungen Menschen zu tun. 70 Prozent der Fahrgäste in Fernbussen seien junge Leute, die früher Mitfahrgelegenheiten genutzt hätten. Seit Anfang 2013 ist der Fernbusmarkt in Deutschland freigegeben. Dadurch seien 300 Omnibusse zusätzlich auf die Straße gekommen, berichtete Steinbrück. Mittlerweile gebe es mehr als 240 Fernbuslinien. „Doch wir kommen da an unsere Grenzen, weil wir das Fahrpersonal nicht haben.“

Die Situation werde dadurch verschärft, dass nach einer Änderung der Fahrerlaubnisverordnung Reisebusfahrer künftig erst mit 24 Jahren und nicht wie bisher mit 21 Jahren außerhalb Deutschlands fahren dürften. „Das ist ein Schlag ins Kontor für die Busunternehmer Deutschlands“, kritisierte Steinbrück.

Von

dpa

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