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17.12.2012

16:00 Uhr

Peter Krämer

„Wir Reeder waren zu blauäugig“

ExklusivPeter Krämer schreibt mit seiner Reederei im vierten Jahr rote Zahlen. Dennoch hält der Unternehmer die Krise der Schifffahrt für selbst verschuldet. Auch für ihr schlechtes Image seien die Reeder verantwortlich.

Reeder Peter J. Krämer. Johannes Arlt  für Handelsblatt

Reeder Peter J. Krämer.

HamburgDer Hamburger Reeder Peter Krämer übt Kritik an der eigenen Branche. „Das schlechte Image der Reeder ist selbst verschuldet. Es macht sich einfach nicht gut, eine Reihe von Prachtvillen zu haben – wie es bei einigen der Fall ist – und dann zu jammern“, sagte Krämer dem Handelsblatt.

Die Krise der maritimen Wirtschaft sieht er als weitgehend selbst verursacht an. „Daran sind wir größtenteils selbst schuld – und natürlich die Banken. Wir Reeder waren blauäugig – dachten, der Boom der hört nicht mehr auf, und haben entsprechend Schiffe bestellt, ohne konkreten Bedarf. Das hat zu gewaltigen Überkapazitäten geführt.“

Wie viele Reeder verliert auch Krämer, der Spezialist für den Transport von Öl und Flüssiggas, angesichts der eingebrochenen Frachtraten viel Geld. „Wir schreiben im vierten Jahr hintereinander rote Zahlen“, sagte er.

Den Reeder ärgert besonders die ungleiche Behandlung durch die kreditgebenden Banken. Diese zeigten sich gegenüber Investoren wie etwa KG-Fonds, die nicht selber hafteten, kooperativer als gegenüber den traditionellen Reedern, kritisierte der Unternehmer.

Von

mcs

Kommentare (4)

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wadenzwicker

17.12.2012, 16:38 Uhr

Man kann es blauäugig nennen. Ich nenne es geldgeil.

RBern

18.12.2012, 10:05 Uhr

Es war nicht blauäugig, es war dumm Schiffe zu bestellen für die es keinen Bedarf gab. Wollten sich die Reeder diese Schiffe in den Park ihrer Villen stellen?

oha

18.12.2012, 14:36 Uhr

Pro Villa je ein Park - das sollte man nicht vergessen.
Und mit Schiffebauen anfangen, wenn sich die Ware an den Kaianlagen nur auftürmt das wäre, mit Verlaub, nicht ganz bedarfsgerecht.
Und was Panamax mit Minimax zu tun hat steht ja auf einem ganz anderen Blatt.
Nerven bewahren also und weiterhin zuversichtlich über den Tellerrand blicken, der mit seinen Zentimeterchen nicht für einen Abgrund stehen muß.

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