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22.06.2012

16:37 Uhr

Pharmabranche

Novartis dehnt Anwendung von Krebsmittel aus

Die europäische Arzneimittelbehörde hat das Medikament Afinitor zur Behandlung von Brustkrebs empfohlen. Damit dürfte das Mittel zukünftig breiter angewendet werden. Das letzte Wort hat aber die Europäische Kommission:

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis kann sein Krebsmittel Afinitor zukünftig auch gegen Brustkrebs einsetzen. Reuters

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis kann sein Krebsmittel Afinitor zukünftig auch gegen Brustkrebs einsetzen.

ZürichDas Krebsmedikament Afinitor des Schweizer Pharmakonzerns Novartis dürfte in Europa künftig breiter angewendet werden. Ein Expertenausschuss der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) empfahl das Mittel am Freitag zur Behandlung von Brustkrebs. Afinitor soll in Kombination mit dem Östrogen-Blocker Aromasin des US-Konzerns Pfizer eingesetzt werden.

Afinitor wird bereits gegen Nierenkrebs, neuroendokrine Tumore der Bauchspeicheldrüse sowie gutartige Hirntumore eingesetzt. Everolimus - so der Wirkstoffname des Medikaments - wird außerdem zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen bei Organtransplantationen verwendet. Der Basler Arzneimittelhersteller erzielte im Vorjahr mit Afinitor Verkaufserlöse von 443 Millionen Dollar.
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) sprach sich außerdem für die Zulassung des Novartis-Medikaments Seebri Breezhaler zur Behandlung von chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) wie Raucherhusten aus.
Das letzte Wort hat nun die Europäische Kommission, die den CHMP-Empfehlungen üblicherweise binnen drei Monaten folgt.

Von

rtr

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