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13.08.2015

19:47 Uhr

Philips beleuchtet die Allianz-Arena

Licht für 53.000 Spiele – ohne Verlängerung

VonAxel Höpner

Mehr als 300.000 LEDs hat Philips in der Außenhaut der Münchener Allianz-Arena installiert. Die Niederländer sind neuer „Lichtpartner“ des FC Bayern. Drinnen wird zur La Ola animiert, draußen leuchtet es schlichter.

16 Millionen Farben sind bei der Allianz-Arena theoretisch machbar. dpa

Farbspiele

16 Millionen Farben sind bei der Allianz-Arena theoretisch machbar.

MünchenDas erfolgsverwöhnte Münchener Fußball-Publikum gilt ja durchaus als ein wenig abwartend. Es muss etwas geboten werden, auf dem Platz und drum herum. Die La-Ola-Welle rollt manchmal eher schleppend durch das Rund des FC Bayern. Am Freitag zum Ligaauftakt gegen den Hamburger SV soll nun ein pulsierendes Lichtband unter dem Stadiondach die Fans zur Welle animieren. Und auch von außen erstrahlt das Stadion in neuem Glanz.

Der neue „Lichtpartner“ Philips hat in der spektakulären Außenhaut des Stadions mehr als 300.000 LEDs installiert. Bayern-Vorstand Andreas Jung legte am Mittwochabend bei der Präsentation gemeinsam mit Philips-Managern den Schalter um.

FC Bayern München: Die Sponsoren des Rekordmeisters

Classic Partner

Adelholzener, Bayern 3, Coca Cola, Flyeralarm, Hublot, Georgio Armani, Schaeffler, Henkel, MAN, Philips, Samsung, Trentino Hotel, Schöller, Siemens, Thomas Sabo und Starwood Hotels.

Premium Partner

Yingli Solar, DHL, SAP, Paulaner, Lufthansa und Hypo Vereinsbank

Sportwetten

Tipico Sportwetten (Vertrag bis 2019), geschätztes Volumen pro Jahr: 5,5 Millionen Euro

Telefone

Gigaset ist seit Anfang Juli 2015 bis Mitte 2018 exklusiver Partner für das Segment Smartphones, Tablets und Wearables.

Stadion

Die Allianz zahlt für die Namensrechte jedes Jahr sechs Millionen Euro an den Verein. Zudem gehören dem Versicherungskonzern 8,33 Prozent des FC Bayern.

Ausrüster

Adidas hat den Vertrag bis 2030 verlängert. Bisher zahlte der Konzern 20 Millionen Euro an die Münchener. Künftig sollen es 60 Millionen Euro sein. Die Gesamtsumme des neuen Vertrags belaufe sich auf 900 Millionen Euro, berichtet „Sport Bild“. Zudem gehören dem Ausrüster 8,33 Prozent des FCB.

Trikots

Die Telekom lässt sich das Groß-Sponsoring auf den Bayern-Trikots („T)“ 30 Millionen Euro kosten.

Hauptsponsor

Audi lässt sich das Engagement jährlich 25 Millionen Euro kosten und hält 8,33 Prozent Vereinsanteile.

Für den Vorstand des Philips-Konkurrenten Osram war die Probeaufführung wohl ein schmerzlicher Abend. Die Osram-Zentrale liegt in der Nachbarschaft. Vorstandschef Olaf Berlien und seine Kollegen haben von ihren Büros im 23-stöckigen „Lighthouse“ einen direkten Blick auf das Stadion. Zehn Jahre lang hatten Osram-Leuchtstofflampen für die Außenfarben gesorgt. Ein Prestige-Objekt für die frühere Siemens-Tochter.

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Die Glühbirne ist tot, es lebe die LED-Leuchte. Die Traditionsfirma Osram muss sich neu erfinden. Unser Korrespondent hat den neuen Chef auf seiner Tour durch den Konzern begleitet – und viele lichte Momente erlebt.

Nun ist Philips der neue Partner der Bayern, und darf die Fassade und den Rest des Stadions beleuchten. Mit dem Wechsel zur LED-Technologie, die derzeit die Lichtbranche rasant verändert, zeigen die Niederländer, was heutzutage technisch möglich ist.

Im sechsten Stock der Allianz Arena wirkt die neue Technologie beim Blick aus der Nähe zunächst einmal eher unspektakulär. Auf der Unterseite der rautenförmigen Membrankissen sehen die LEDs wie weihnachtliche Lichterketten aus. 7,5 Kilometer der Hightech-Leuchten hat Philips verbaut. Während bislang mit Filtern nur rot für die Bayern-Spiele, blau für die Partien des TSV 1860 München und weiß für die Nationalmannschaft möglich waren, sind nun 16 Millionen Farben theoretisch machbar.

Wen interessiert da noch das Spiel? dpa

Besucher vor der Außenhaut

Wen interessiert da noch das Spiel?

Ausreizen will der FC Bayern dies zwar nicht. „Von den 16 Millionen Farben sind 15 Millionen rot“, witzelte Jung. Doch gibt es nun mehr Nuancen – und bei Sonderveranstaltungen sind auch neue Farben möglich. Grün zum Beispiel ist angedacht für den irischen St. Patrick's-Day, auch für den Audi-Cup könnte es eine eigene bunte Lösung gebe.

Bei Philips sind sie überzeugt, dass sich die beste technische Lösung durchgesetzt hat. Viele Konkurrenten hätten sich schließlich beworben, sagt ein Manager. Doch am Ende dürfte es auch ums Geld gegangen sein.

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