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23.06.2015

12:24 Uhr

Porno-Gate bei Heinz Ketchup

„Euer Ketchup ist wohl nichts für Minderjährige“

Quelle:Meedia.de

Heinz Ketchup druckt auf die Flaschen QR-Codes. Die kann man mit dem Smartphone abfotografieren, um auf die Hersteller-Webseite zu gelangen. Ein Heinz-Kunde landete jedoch auf einem Pornoportal – der Skandal ist perfekt.

Porno- statt Promo-Seite. Screenshot Facebook

Heinz-Flasche und der falsche QR-Code

Porno- statt Promo-Seite.

„Was für eine Sauerei“, dürften sich die PR-Verantwortlichen von Heinz gedacht haben, als sich Daniel Korell auf ihrer Facebook-Seite gemeldet hatte. Der Deutsche gehört offenbar zu den wenigen, die einfach mal den QR-Code, den die Ketchup-Kocher auf ihre Etiketten kleben, auch ausprobiert. Statt auf einer Promo-Seite von Heinz, landete er allerdings auf dem Pornoportal „Fun Dorado“.

So richtig in den Fluss geriet die ganze Sauce, als Korell den Fall, inklusive eines Fotos, auf der Heinz-Seite postete. „Euer Ketchup ist wohl nichts für Minderjährige“, schrieb er. „Vielleicht solltet Ihr mal der IT-Abteilung Bescheid geben – das Gepostete passiert jedenfalls, wenn man den QR-Code auf der Heinz-Flasche scannt.“

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Heinz reagierte souverän, allerdings scheint auch Korell die Sache als Spaß zu nehmen. Die Firma entschuldigte sich und lieferte eine Erklärung. So weit so gut. Interessant kann es jetzt allerdings doch einmal werden, denn mittlerweile hat der Fall die ersten PR-Blogs und -Newsdienste in den USA erreicht – und dort finden solche Storys einen ganz anderen Widerhall.

Während Heinz mit den negativen Folgen des Porno-QR-Codes zu kämpfen hat, nutzte das Erotikportal gleich mal den Fall in eigener Sache. Ebenfalls auf der Seite von Heinz bot „Fun Dorado“ Korell öffentlichkeitswirksam eine kostenlose Mitgliedschaft an.

Die souveräne Antwort des Ketchup-Scanners: „Vielen Dank für das Angebot, aber da besteht kein Bedarf. Ich würde mich freuen, wenn Ihr den Gegenwert stattdessen an eine gemeinnützige Organisation spenden würdet.“

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