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05.03.2013

08:14 Uhr

Post-Chef Frank Appel

„Wir liefern wie versprochen“

Die Deutsche Post verbucht ein erfolgreiches Geschäftsjahr und kommt unterm Strich auf einen operativen Gewinn von 2,67 Milliarden Euro. Konzernchef Appel hat auch gute Nachrichten für seine Aktionäre parat.

Deutsche Post im Aufwind

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DüsseldorfDer Bonner Post- und Logistikkonzern, Deutsche Post DHL, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurück. Der Konzernumsatz konnte im abgelaufenen Jahr um 5,1 Prozent auf insgesamt 55,5 Milliarden Euro (Vorjahr 52,8) gesteigert werden, was die Post auch dem Weihnachtsgeschäft und der Wachstumsregion Asien zu verdanken hat.

Gleichzeitig profitiert die Briefsparte des Konzerns mit dem Paketgeschäft hierzulande vom rasanten Wachstum des Internethandels, was nach eigenen Angaben die Basis für einen Anstieg des Konzern-Ebit im abgelaufenen Jahr bildete.

Was Paketlogistik im E-Commerce-Zeitalter leisten muss

Packstation

Ende 2001 wurden in Dortmund und Mainz die ersten Packstationen in Betrieb genommen, heute stehen mehr als 2.500 dieser Automaten in ganz Deutschland den Kunden von DHL zur Verfügung. An sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr können sie hier ihre Pakete abholen. Insbesondere für Berufstätige ist die Zustellung an eine Packstation eine sinnvolle Alternative zur Heimzustellung.

Online-Retoure

Für den Betreiber fällt damit die kostenintensive und wenig umweltfreundliche Produktion vieler ungenutzter Retouren-Label weg. Der Käufer muss nicht wie bisher üblich diese Label lange aufbewahren, sondern kann sie bei Bedarf zuhause ausdrucken. Der Shop-Betreiber wiederum hat die Möglichkeit zu wissen, welche Retouren überhaupt zu ihm unterwegs sind – und kann sie bereits für den Wiederverkauf einplanen, wenn sie noch gar nicht wieder bei ihm angekommen sind. Das erhöht die Umlaufgeschwindigkeit der Ware und verringert die Kapitalbindung.

Wunschzustellung

Registrierte DHL-Kunden können bei der Bestellung ihrem Händler ihre DHL-Kundennummer angeben. Sie werden dann von DHL per SMS kostenlos über den voraussichtlichen Zustelltag informiert. Ebenfalls per SMS kann der Kunde antworten und, für einen geringen Preisaufschlag, einen anderen Zustelltag vereinbaren und damit selbst bestimmen, wann er sein Paket empfangen möchte.

Internationale Retouren

Dank dieses vollständig webbasierten Verfahrens können Kunden die Sendungen bei allen Filialen der Postgesellschaften im Zielland zurückgeben. Den Online-Händlern stehen dabei drei unterschiedliche Varianten zur Verfügung, von einer Online-Buchungsmaske mit Link zum Retouren-Label bis zur Vollintegration in den eigenen Webauftritt.

Angebote für Shop-Betreiber

Vom Aufbau eines Web-Shops über die logistische Abwicklung und Lagerhaltung bis hin zum Kunden- und Debitoren-Management reichen die Fulfillment-Lösungen, die DHL für Versandhändler offeriert. Damit kann der Händler sehr flexibel auf die Nachfrage in seinem Shop reagieren und die von seinen Kunden erwartete Servicequalität sichern. Hinzu kommen spezielle Angebote für Powerseller wie der kostenlos herunterladbare DHL Versandhelfer: Mit Portorechner, Ausfüllhilfe, Online-Frankierung, Sendungsverfolgung, Postfinder und Adressbuch.

Mit 2,67 Milliarden Euro lag das operative Ergebnis innerhalb des angepeilten Zielkorridors von 2,6 Milliarden Euro bis 2,7 Milliarden Euro und gut 9 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Konzerngewinn kletterte im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 500 Millionen Euro auf 1,66 Milliarden Euro.

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„Mit dem erfolgreichen Abschluss des Jahres 2012 haben wir ein weiteres Etappenziel im Rahmen unserer Strategie 2015 erreicht“, sagte der Vorstandsvorsitzende Frank Appel. „Im abgelaufenen Jahr haben wir auf einem nicht immer einfachen Weg weitere wichtige Fortschritte erzielt. Und wir haben geliefert, was wir versprochen haben – im Sinne unserer Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre.“ Diese sollen, wie im letzten Jahr auch, eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie erhalten.

Für das aktuelle Jahr ist das Unternehmen trotz konjunktureller Unsicherheiten weiter optimistisch. Die Post erwartet einen Gewinnanstieg und prognostiziert für das Konzern-Ebit einen weiteren Anstieg auf 2,7 Milliarden Euro bis 2,95 Milliarden Euro - dabei soll auch die seit Jahresbeginn geltende Erhöhung des Briefportos helfen.

In der Express- und Logistikbranche, die im Zuge der Globalisierung Güter weltweit transportiert, wird derzeit gerätselt, wie sich die Konjunktur entwickelt. Der Chef des weltgrößten Paketdienstes UPS, Scott Davis, hatte jüngst die Erwartungen für das weltweite Wachstum 2013 als bescheiden bezeichnet. Im US-Heimatmarkt herrsche angesichts innenpolitischen Streits Unsicherheit.

Kommentare (1)

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05.03.2013, 10:33 Uhr

Gut das die Post wenigstens die Aktionäre zufrieden stellen kann wobei der Normalanleger im deutschen Aktienrecht nichts zu melden hat!Auf der Strecke bleibt der Kunde der z. B. seine Zeitungen nicht geliefert bekommt wie im Ort Amelinghausen. Schuld wäre der Krankenstand sagte der Briefträger.Wenn ein Konzern nicht in der Lage ist Lieferverträge einzuhalten dann ist dies kein Erfolgserlebnis sondern ein Armutszeugnis!Der Vorstand der derartige Mißstände zuläßt sollte gefeuert werden!

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