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26.07.2012

19:22 Uhr

PPR und LVMH

Luxuskonzerne spüren keine Krise

Die Krise kann sie nicht treffen: Die Hersteller von Louis-Vuitton-Taschen und Gucci-Mode machen mit ihrem Luxusangebot im ersten Halbjahr bis zu 20 Prozent mehr Gewinn. Ein Schatten in der PPR-Bilanz: die Tochter Puma.

Louis Vuitton brachte PPR ordentlich Umsatz. Die Luxusbranche ist von der Krise kaum betroffen. Reuters

Louis Vuitton brachte PPR ordentlich Umsatz. Die Luxusbranche ist von der Krise kaum betroffen.

ParisDie französische Puma-Mutter PPR und ihr Konkurrent LVMH trotzen mit ihrem Luxusangebot der Schuldenkrise. Im ersten Halbjahr legte der Betriebsgewinn um ein Fünftel auf 815 Millionen Euro zu, wie PPR am Donnerstag nach Börsenschluss in Paris mitteilte. Der Umsatz des Anbieters von Modemarken wie Gucci und Yves Saint Laurent stieg um 16,7 Prozent auf 6,39 Milliarden Euro. Auch für das zweite Halbjahr gab sich PPR zuversichtlich und kündigte robustes Wachstum an. Im Gesamtjahr will PPR das Ergebnis vom Vorjahr übertreffen.

Wie PPR ebenfalls mitteilte, erhöhten die Franzosen ihren Anteil an dem strauchelnden deutschen Sportartikel-Hersteller Puma auf 82,4 Prozent von bisher 80 Prozent. Puma muss sich völlig neu erfinden. Trotz Fußball-Europameisterschaft und den bevorstehenden Olympischen Spielen enttäuschte der Sportartikel-Hersteller mit einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal.

Besserung ist im restlichen Jahr nicht in Sicht. Von April bis Juni brach der Nettogewinn wegen der hohen Investitionen um gut 29 Prozent auf 26,7 Millionen Euro ein, wie Puma am Donnerstagmorgen bekanntgab.

Der Weltmarktführer bei Luxusgütern LVMH gab am Donnerstag ebenfalls Einblick ins abgelaufene Quartal. Der Gewinn im ersten Halbjahr stieg wie bei PPR um 20 Prozent auf 2,66 Milliarden Euro. Das organische Umsatzwachstum des Anbieters von Louis-Vuitton-Taschen, Moet-Champagner und Hennessy-Cognac betrug zwölf Prozent auf 12,97 Milliarden Euro. Besonders starken Absatz fanden Uhren und Juwelen.

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Der Sportartikel-Hersteller hat im zweiten Quartal 30 Prozent weniger Gewinn gemacht.

Auch die Kosmetika-Kette Sephora schlug sich gut. Weniger stark fiel das Umsatzwachstum mit zehn Prozent bei Louis Vuitton und dem Modehaus Celine aus. LVMH bezeichnete das Wirtschaftsumfeld als unsicher. Deswegen werde man weiterhin genau auf die Kosten schauen, teilte das Unternehmen mit.

Von

rtr

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