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01.02.2012

16:38 Uhr

Praktiker

Ein Sozialplan soll den Stellenabbau regeln

Im Herbst kündigte der Baumarktkonzern an, sein Personal in Deutschland deutlich reduzieren zu wollen. Um den notwendigen Stellenabbau so sozial wie möglich umzusetzen, einigte sich Praktiker nun mit den Arbeitnehmern.

Ein Mitarbeiter eines Praktiker Baumarktes vor einem Regal. dapd

Ein Mitarbeiter eines Praktiker Baumarktes vor einem Regal.

FrankfurtBeim angeschlagenen Baumarktkonzern Praktiker ist der Weg für den Stellenabbau in Deutschland und den Umzug der Zentrale nach Hamburg frei. Der Konzern habe sich mit den Arbeitnehmervertretern auf einen Sozialplan geeinigt, „der alle Personalmaßnahmen regelt, die mit dem vom Vorstand beschlossenen Restrukturierungsprogramm zusammenhängen“, erklärte Praktiker am Mittwoch im saarländischen Kirkel. Das Unternehmen werde den Stellenabbau weitestgehend sozialverträglich gestalten.

Der im Herbst zur Sanierung angetretene Praktiker-Chef Thomas Fox hat den Abbau von 1400 der bundesweit 11.000 Vollzeitstellen angekündigt. Europaweit hat der Konzern rund 20.000 Arbeitsplätze. Die Zusammenlegung der Konzernzentrale in Kirkel mit dem Hauptquartier der Tochter Max Bahr in Hamburg soll bis Ende September abgeschlossen sein. Zudem stehen rund 30 der 235 Praktiker-Märkte in Deutschland auf dem Prüfstand.

Vorstand und Betriebsrat hätten sich zudem auf einen Interessenausgleich für den Umzug der Konzernzentrale nach Hamburg geeinigt, teilte Praktiker mit. „Trotz großer Interessensgegensätze haben wir ein Ergebnis erzielt, das dem Ernst der Lage gerecht wird“, erklärte Personal- und Restrukturierungsvorstand Josef Schultheis.

Praktiker hatte sich mit seinen jahrelangen Rabattaktionen von „20 Prozent auf alles“ in eine Sackgasse manövriert. Sie brachten zwar Umsatz, aber kaum noch Gewinn. Als Praktiker die Rabatt-Reklame durch Werbung mit dem früheren Tennisstar Boris Becker ersetzte, blieben jedoch viele Kunden weg, und der Konzern schrieb immer höhere Verluste. Dazu trug auch die Wirtschaftskrise in osteuropäischen Ländern bei, wo das Unternehmen in den vergangenen Jahren stark expandiert war.

Von

rtr

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