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12.07.2013

12:05 Uhr

Praktiker-Filialen

Die Schnäppchenjagd beginnt

VonPatrick Schultz

Nun melden auch die Globus-Märkte Interesse an Praktiker-Filialen an - komplett übernehmen will die insolvente Baumarkt-Kette aber bislang keiner der Konkurrenten

Nach der Pleite: Praktiker-Filialen könnten bald günstig zu haben sein. dpa

Nach der Pleite: Praktiker-Filialen könnten bald günstig zu haben sein.

DüsseldorfDer Poker um die 168 Filialen der insolventen Baumarktkette Praktiker beginnt: Die großen Namen der Branche melden Interesse an einzelnen Standorten an, bleiben aber vage, wenn es um Details geht.

Nachdem Branchenprimus Obi und Hagebau bereits gestern grundsätzliches Interesse an Einzel-Filialen des insolventen Baumarktkonzerns signalisiert hatten, teilte nun auch ein Sprecher der saarländischen Globus-Baumärkte mit, dass sich das Unternehmen „grundsätzlich für einzelne Praktiker-Filialen interessiere“. Auf welche Standorte Globus ein Auge geworfen hatte, wolle man derzeit nicht sagen. Die Filialen müssten von Lage und Baustruktur zum Globus-Konzept passen, so ein Sprecher der nach Verkaufsfläche siebtgrößten Baumarktkette Deutschlands.

Kurz zuvor hatte sich der Geschäftsführer von Hornbach gegenüber der dpa ähnlich geäußert: In Frage kämen für Hornbach nur Filialen, die das eigene Wachstum organisch ergänzten.
Eine Gesamtübernahme kommt aber laut den Stellungnahmen für keinen dieser Baumarkt-Riesen in Frage.

Eine Sprecherin der toom-Märkte, dem zweitgrößten Anbieter in Deutschland, teilte indes nur mit, dass man sich „generell regelmäßig mit Beobachtungen von Standorten und Märkten“ beschäftige.

Sprecher der Bauhaus AG und den Hellweg-Märkten wollten sich zum Thema Praktiker nicht äußern. Nur die Baustoffkette Baywa vermeldete unmissverständlich: „Kein Interesse“.

Die Praktiker-Baumarktkette hatte am Donnerstag Insolvenz angemeldet. Die Praktiker-Holding, zu der neben den gleichnamigen Märkten unter anderem auch Max Bahr-Märkte gehören, betreibt in verschiedenen Ländern über 414 Baumärkte, 315 davon in Deutschland. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Aktiengesellschaft nach eigenen Angaben einen Umsatz von drei Milliarden Euro und beschäftigte knapp 20000 Mitarbeiter.

Mit Material von dpa.

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