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02.06.2013

21:13 Uhr

Preissenkungswelle

Frischfleisch soll billiger werden

Die Verbraucher freut es: Einige Handelsunternehmen wollen die Fleischpreise senken. Die Umweltorganisation Greenpeace äußert Bedenken gegen neue Spottpreise. Und das Kartellamt macht sich grundsätzlich Sorgen.

Eingepacktes Fleisch in einer Kühltheke in einem Supermarkt. dpa

Eingepacktes Fleisch in einer Kühltheke in einem Supermarkt.

Berlin Verbraucher in Deutschland müssen in vielen Fällen weniger für Frischfleisch bezahlen. Die Handelsunternehmen Aldi-Nord, Aldi-Süd und Norma läuteten am Samstag eine Preissenkungsrunde für viele Produkte in ihrem Sortiment ein. Die Nachlässe bei der reduzierten Ware lagen meist zwischen drei und neun Prozent.

An Aldi-Preisen orientieren sich auch andere Handelsunternehmen wie zum Beispiel die Supermarkt-Ketten Edeka und Rewe („Gut & Günstig“, „Ja“). Von diesen beiden war am Samstag zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Ein Sprecher von Deutschlands größtem Handelskonzern Metro sagte hingegen, es gebe keine Preissenkungswelle in den zum Unternehmen gehörenden Real-Märkten. Das Fleisch komme zum größeren Teil frisch von der Theke und sei mit der abgepackten Ware der Konkurrenten Norma oder Aldi nicht vergleichbar.

Derweil hat die Umweltorganisation Greenpeace grundsätzliche Bedenken gegen niedrige Fleischpreise. „Statt Fleisch zu Spottpreisen zu verkaufen, sollte weniger und besseres Fleisch mit geringeren Umweltkosten produziert werden“, sagte Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter einer Greenpeace-Mitteilung zufolge.

Vor allem Billigfleisch aus Intensivtierhaltung verursache gewaltige ökologische Folgekosten. Außerdem äßen die Deutschen im Durchschnitt mehr als doppelt so viel Fleisch wie von Gesundheitsorganisationen empfohlen.

Kommentare (6)

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sons_of_liberty

02.06.2013, 22:05 Uhr

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2332489/Plan-feed-livestock-maggots-reared-cow-pig-excrement-bid-satisfy-rapidly-expanding-global-demand-meat.html

Bald werden Schweine und Rinder mit in Exkrementen gezüchteten Larven gezüchtet.

Der Markt machts möglich!

zagaleta

02.06.2013, 23:49 Uhr

es ist wirkliche wirklichkeit.
ein kilo rinderfilet ist BILLIGER als ein kilo zigaretten.
ein hähnchenschenkel ist Billiger als ein glas schnaps.
eine stunde rtl2-soap ist lebenswerter als eine stunde buch-lesen.
seltsam -
niemand findet das gut, aber es ist wirkliche wirklichkeit

steuerhilfe.net

03.06.2013, 06:40 Uhr

Die von Greenpeace haben doch nicht alle Latten am Zaun, wie kommen die dazu mir vorzuschreiben wieviel Steuern auf Fleisch gerecht wären.
Sollen diese Vögel doch nach Sibiren ziehen, dann sind sie aber die ersten die schreien wenn das Smartphone, Facebook, Twitter oder der Klotze nicht funktionieren bzw. die Bude nicht warm wird.

Solche Wohlstandsökofritzen sollen bleiben wo der Pfeffer wächst.

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