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25.03.2013

10:34 Uhr

Premium Economy

Lufthansa führt neue Klasse ein

Zwischen Economy und Business: Die Lufthansa führt eine neue Klasse ein. Passagiere können ab 2014 Plätze in der „Premium Economy“ buchen. Bisher hatte der Konzern diesen Schritt gescheut.

Premium Economy bei der Lufthansa

Video: Premium Economy bei der Lufthansa

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MünchenDie Deutsche Lufthansa plant für 2014 die Einführung einer neuen Klasse. „Jetzt werden wir eine vierte Klasse einführen, weil unsere Kunden das möchten“, sagte Lufthansa-Chef Christoph Franz der „Süddeutschen Zeitung“. „Künftig können unsere Kunden entscheiden, ob sie allein auf den Preis achten wollen oder auch auf den Komfort.“

Die neue Klasse soll „Premium Economy“ heißen. Die Lufthansa wolle im Frühjahr 2014 „den neuen Sitz vorstellen“ und dann mit der Umrüstung der Flotte beginnen, kündigte Franz an. Pro Flugzeug sollen ungefähr zehn Prozent der Sitze in der neuen Klasse angeboten werden. Der Preis werde näher an der Economy sein als an der Business-Klasse. Lufthansa hatte bisher immer einen solchen Schritt gescheut, weil der Konzern befürchtete, dass dann zu viele Passagiere aus der profitablen Business Class abwandern.

Die 627 Flugzeuge des Lufthansa-Konzerns (Ende 2012)

Airbus A310/A319

A310: Zwei Maschinen (Vermietet)

A319: 81 Maschinen, davon 32 bei Germanwings

Airbus A320/A321

A320: 89 Maschinen

A321: 75 Maschinen

Airbus A330/A340

Airbus A330: 36 Maschinen

Airbus A340: 63 Maschinen

Airbus A380

A380: 10 Maschinen

Boeing 737

B737: 45 Maschinen

Boeing 747 (Jumbo-Jet)

B747: 29 Maschinen

Boeing 767/777

Boeing 767: Sechs Maschinen

Boeing 777: Vier Maschinen

Boeing MD-11F

MD-11F: 18 Maschinen (alle Lufthansa Cargo)

Bombardier

Bombardier CRJ: 56 Maschinen

Bombardier C-Series: 0 (bestellt für 2013 bis 2018: 30 Maschinen)

Bombardier Q-Series: 14 Maschinen

Sonstige

ATR: 11 Maschinen

Avro RJ: 22 Maschinen

Embraer: 42 Maschinen

Fokker F70: 9 Maschinen

Fokker F100: 15 Maschinen

Zugleich bestätigte Franz den bereits kolportierten Abgang von Personalvorstand Stefan Lauer. "Es trifft zu, dass sich Veränderungen abzeichnen." Lauer werde zur Jahresmitte 2013 ausscheiden. Nachdem nun weitreichende Entscheidungen über den Umbau des Konzerns getroffen worden seien, soll die "mehrjährige Umsetzungsphase ganzheitlich und aus einer Hand" erfolgen. Als Personalchef ist Lauer auch für die Verhandlungen mit den Gewerkschaften zuständig, die derzeit durch die Warnstreiks von Verdi im Fokus stehen.

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" sollen für ihn gleich zwei Manager nachrücken. Lauer betreut zurzeit neben seinem Hauptjob auch noch Beteiligungen wie Swiss, Austrian Airlines oder Brussels Airlines. Diese Aufgabe soll dem Magazin zufolge künftig abgespalten und von einem zusätzlichen, fünften Vorstandsmitglied übernommen werden.

Die besten Chancen habe Swiss-Chef Harry Hohmeister, ein enger Vertrauter von Lufthansa-Boss Christoph Franz. Wer im obersten Führungsgremium künftig Personalfragen vertritt, entscheidet sich zwischen dem Tarifexperten Peter Gerber und der ehemaligen Bahn -Managerin Bettina Volkens, so der "Spiegel". Einzelheiten sollen auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung noch vor dem nächsten regulären Treffen Anfang Mai beschlossen werden. Lufthansa lehnte einen Kommentar dazu ab.

In der „Süddeutschen Zeitung“ betonte Franz zudem, dass die Komplettübernahme der belgischen Beteiligung Brussels Airlines geplant sei. „Eine vollständige Übernahme wird erfolgen, wenn der Turnaround abgeschlossen ist und Brussels fest auf beiden Beinen stehen kann“, sagte er. Die Lufthansa habe dem belgischen Ableger nun einen Kredit von 100 Millionen Euro gewährt. 45 Millionen Euro seien bereits ausgezahlt worden. Derzeit hält Lufthansa 45 Prozent an Brussels.

Kommentare (9)

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Tr1ple

25.03.2013, 06:11 Uhr

Ein Grund wieso Lufthansa das so macht ist damit die Kunden mit Meilen nicht mehr direkt von Economy auf Business upgraden können. Die Miles and More Regeln werden dann so umgeschrieben das jeweilts nur eine klasse upgegraded werden kann. Air France und KLM machen das schon lange so.

flyer

25.03.2013, 07:56 Uhr

Genau das ist der Grund und die LH versucht das noch durch die
Presse als Plus zu verkaufen. Eine weitere Demontage von Miles & More durch die kalte Küche. Der Franz hält eben alle Kunden und
Mitarbeiter für blöd. Werden nur weitere Stautskunden abwandern
und Ihre Statuskarten unkompliziert beim Wettbewerb eintauschen. Habe schon meine LH-Kreditcard auf Basic heruntergestuft, nur um die Meilen nicht verfallen zu lasse. Sind die weg ist die Karte auch weg. Franz hält sich für
superschlau, schaun wir mal !

DEUFRA2011

25.03.2013, 09:03 Uhr

4 Klassen, das gab's vor 100 Jahren bei der Reichsbahn. Bald haben wir ein Kastensystem wie in Indien.
Von mir aus kann eine Fluggesellschaft gegen Aufpreis Gourmetküche und Champagner anbieten. Das soll sie machen wie sie lustig ist. Ein anderes Thema ist aber Sitze und Sitzabstände zu verkaufen die ganz klar gesundheitsschädlich ist, schlechte Kabinenlust inklusive. Das hat mit Komfort nichts mehr zu tun. Wie immer in solchen Fällen muss das wohl bald gesetzlich geregelt werden. Dann heißt es wieder "Überregelmentierung", aber Vernunft ist ja von diesen hochbezahlten Managern nicht zu erwarten. Wer sagt eigentlich dass die Intelligenz mit der Höhe der Einkommen korreliert. Bei LH jedenfalls nicht.

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