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21.08.2012

17:17 Uhr

Prestigebau

Elbphilharmonie wird frühestens 2015 fertig

Der Hamburger Senat hat ein Eckpunktepapier zur Elbphilharmonie beschlossen. Das Prestigeprojekt wird demnach frühestens 2015 fertig. Die Arbeiten auf der Baustelle sollen offenbar noch ein weiteres Jahr ruhen.

Die Elbphilharmonie soll frühestens 2015 fertig werden. dpa

Die Elbphilharmonie soll frühestens 2015 fertig werden.

HamburgDie Hamburger Elbphilharmonie wird frühestens im Sommer 2015 fertig. Das geht aus dem neuen Sachstandsbericht zur Elbphilharmonie hervor, der am Dienstag vom Hamburger SPD-Senat beschlossen wurde. „An den halbjährlichen Bericht ist das Eckpunktepapier angehängt, auf das sich die Stadt und Hochtief Anfang Juli geeinigt haben“, sagte der Sprecher der Kulturbehörde, Karl Olaf Petters, am Dienstag auf dpa-Anfrage.

Mit der Drucksache soll die Bürgerschaft offiziell über den Fortgang des 500 Millionen Euro teuren Projekts informiert werden. Wann das Eckpunkte-Papier vertraglich fixiert wird, konnte Petters noch nicht sagen. „Dazu werden momentan sehr intensive Gespräche geführt“, sagte er.

Die Arbeiten auf Hamburgs bekanntester Baustelle ruhten seit November 2011, weil sich die Stadt und der Baukonzern Hochtief nicht über Probleme beim Bau des Daches und gesteigerte Kosten einigen konnten. In dem Eckpunktepapier verständigten sich beide Seiten Anfang Juli drauf, das Projekt neu zu ordnen.

„Das Eckpunktepapier ist ein Meilenstein, weil alle Beteiligten sich damit verbindlich auf den Weg verständigt haben, wie die Elbphilharmonie erfolgreich fertiggestellt werden soll“, sagte Petters. Nun gehe es um die Umsetzung und die rechtsverbindliche Vereinbarung insbesondere der künftigen Zusammenarbeit zwischen der Baufirma und den Architekten.

So sollen Hochtief und die Architekten künftig gemeinsam planen, dafür ein Jahr Zeit bekommen und anschließend noch zwei Jahre bauen. Außerdem sollen alle strittigen Kostenfragen von einem Schiedsgericht geklärt werden. Zunächst sollte das Konzerthaus 77 Millionen Euro kosten und 2010 fertig sein. Mittlerweile liegen die Kosten für den Steuerzahler bei mindestens 323 Millionen Euro.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

21.08.2012, 17:52 Uhr


Ein Paradebeispiel für eine schlampige Entwurfsplanung, "blinde" Politiker, fachlich unzureichend formulierte Verträge und raffsüchtige Baukonzerne, die eine Schaar von Anwälten ausschließlich dazu beschäftigen, Planungs- und Vertragslücken zu finden, um sich dann über Nachträge das Geld zu holen.

Account gelöscht!

21.08.2012, 18:55 Uhr

Wenn die öffentliche Hand baut, ist das meist eine Katastrophe. War schon beim Schloss von Versailles nicht anders.

Danach sieht es oft aber ganz nett aus.

Edelzwicker

21.08.2012, 19:26 Uhr

Das Eckpunktepapier ist ein Meilenstein, weil alle Beteiligten sich damit verbindlich auf den Weg verständigt haben .........................
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Wenn ich schon "Eckpunkte" höre, und dann auch noch in direkter Verbindung mit "verbindlich", muss ich immer an Griechenland, Spanien und Italien denken!

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