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23.01.2017

09:16 Uhr

Primark, H&M, TK Maxx

Der Siegeszug der Mode-Discounter

Deutschland wird zum Billig-Modeland: In den Einkaufsstraßen jagen Ketten wie Primark, H&M oder TK Maxx den etablierten Anbietern immer mehr Marktanteile ab. Und neue Konkurrenz ist bereits kurz vor dem Start.

Auch die Amerikaner wollen offenbar weiter in Deutschlandexpandieren. dpa

Filiale von TK Maxx

Auch die Amerikaner wollen offenbar weiter in Deutschlandexpandieren.

DüsseldorfMode wird in Deutschland immer mehr zum Billigprodukt. Während viele traditionsreiche Textilhandelsketten ums Überleben kämpfen, sichern sich Discounter wie Primark, Billiganbieter wie H&M und auf preisreduzierte Ware spezialisierte Anbieter wie TK Maxx immer größere Marktanteile.

Das spiegelt sich mittlerweile auch in der Wahrnehmung der Kunden wider. Bewerteten Mitte der 2000er Jahre noch rund drei Viertel der Konsumenten die Preise für Mode grundsätzlich als zu hoch, hat sich dieser Anteil inzwischen drastisch reduziert.

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Viele Modemarken erreichen junge Zielgruppen kaum noch mit klassischer Werbung. Das macht Kooperationen mit Social-Media-Stars interessant. Die neue Art des Marketings wirkt, ist aber auch aufwendig – und teuer.

Bei einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK für das Branchenfachblatt „Textilwirtschaft“ fanden nur noch 41 Prozent der Befragten: „Bekleidung ist allgemein zu teuer - sie sollte generell billiger werden.“ Dies sei der niedrigste Wert seit dem Beginn der Umfrage im Jahr 2000, berichtete die Fachzeitschrift.

Und ein Ende des Trends ist nicht in Sicht. „Im Moment spricht wenig dagegen, dass der Siegeszug der Billiganbieter weitergeht“, meint Axel Augustin vom Handelsverband Textil. Denn die großen Billiganbieter wie Primark oder H&M profitieren nicht nur von ihrer Einkaufsmacht und ihrer Kapitalkraft.

Sie leiden auch weniger stark unter der Online-Konkurrenz, die den „klassischen Händlern“ so sehr zu schaffen macht. Die Billiganbieter verkaufen in aller Regel ausschließlich eigene Kollektionen und müssen deshalb keine allzu großen Preiskämpfe im Internet befürchten.

Beispiel Primark: Es ist nicht einmal acht Jahre her, dass der irische Textildiscounter seine ersten Filialen in Deutschland eröffnete. Der Preisbrecher mit Damenkleidern für 5 und Herren-Jeans für 10 Euro fiel wie ein Raubtier über die Konkurrenz her und steigerte nach Schätzungen der „Textilwirtschaft“ seine Umsätze seitdem auf mehr als 700 Millionen Euro - auf Kosten der etablierten Unternehmen.

Und Primark ist weiter auf Expansionskurs: Allein in diesem Jahr sollen zu den bislang 20 Filialen in der Bundesrepublik fünf weitere hinzukommen.

Kommentare (3)

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Herr Achim von Oberstaufen

23.01.2017, 10:04 Uhr

Hätten wir einen Donald Trump, hätte ich vielleicht noch Hoffnung für die deutsche Textilwirtschaft. So ist alles Made in Bangladesch, China oder Vietnam.
Da merkt man auch die Überfremdung der Gesellschaft in Deutschland. Deutsch-Türken, Deutsch-Russen und Migranten kommt es nur auf den Preis an.

Herr Franz Giegl

23.01.2017, 11:55 Uhr

die kleinen Kinderhände in Bangladesh, Indien, Pakistan und sonst wo auf der Welt, leisten eben gute Arbeit.
Diese filigranen Fingerlein können sehr schnell, sehr hochwertige Ware produzieren.

Weiter so, echt tolle Entwicklung.

PS: Würde mich freue, wenn ich Shirts in Zukunft für 99Cent erwerben kann. 3€ sind mir mittlerweile zu teuer, diese Preise sind fast schon eine Frechheit.
WUCHER

Account gelöscht!

23.01.2017, 14:42 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

"Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel,Ebsel,Grande, Dirnberger,Trautmann....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

SPIEGEL

Danke

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