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30.01.2006

13:46 Uhr

Private-Equity

Deutsche Beteiligungs AG im Aufwind

Die Deutsche Beteiligungs AG ist mit ihrer Rolle in der Private-Equity-Branche sehr zufrieden. Nach einem erfolgreichen Jahr 2005 möchte sich die Beteiligungsgesellschaft nun vor allem auf den deutschsprachigen Raum konzentrieren.

HB FRANKFURT. „Die Unternehmen in unserem Portfolio entwickeln sich gut“, erklärte DBAG-Chef Wilken von Hodenberg am Montag in Frankfurt. Zugleich erwarte das im Nebenwerteindex SDax gelistete Unternehmen, dass der Markt für Firmenübernahmen mit einer Transaktionsgröße von 50 bis 250 Millionen Euro 2006 weiter wachse. Vor diesem Hintergrund wolle die Gesellschaft den Netto-Vermögenswert (Net Asset Value, NAV) je Aktie im am 31. Oktober endenden Geschäftsjahr 2005/06 weiter steigern.

Der NAV je Aktie gilt als zentrale Größe in der Private-Equity-Branche und setzt den Wert der Beteiligungen ins Verhältnis zu den ausgegebenen Anteilsscheinen. Im am 31. Oktober beendeten Geschäftsjahr 2004/05 verbuchte die DBAG je Aktie hier einen Anstieg um 2,10 Euro auf 14,64 Euro. Der Markt traut dem Unternehmen offenbar weitere Steigerungen zu: Am Vormittag notierte die Aktie mit 16,72 Euro um 2,9 Prozent im Plus und damit klar über dem Netto-Vermögenswert je Aktie.

Bereits vor einer Woche hatte das Unternehmen - eine der wenigen börsennotierten Beteiligungsgesellschaften - angekündigt, die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 66 Cent je Anteilsschein verdoppeln zu wollen. 2004/05 hat die DBAG ihren Gewinn mit 41,3 (Vorjahr: 10,0) Millionen Euro mehr als vervierfacht und den besten Wert in der mehr als 40-jährigen Firmengeschichte eingefahren. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich auf 18,1 (Vorjahr 5,7) Prozent.

Weil sich die im deutschsprachigen Raum getätigten Firmenübernahmen (Buy-outs) zuletzt am besten entwickelten, kündigte die DBAG eine Änderung ihrer Strategie an. Künftig werde die Gesellschaft keine Wachstumsfinanzierungen mehr vornehmen und auch auf Investitionszusagen für ausländische Buy-out-Fonds verzichten. „Wir konzentrieren uns künftig auf das, was wir am besten können und was die größten Ertragschancen verspricht“, erklärte von Hodenberg.

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