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29.04.2013

20:52 Uhr

Privatisierung

Großbritannien treibt Börsengang von Royal Mail voran

Das staatliche Postunternehmen Royal Mail soll an die Börse. Damit erhofft sich die britische Regierung einen Fortschritt beim Schuldenabbau. Darüber hinaus sind noch weitere Privatisierungen geplant.

Das britische Postunternehmen Royal Mail soll an die Börse. ap

Das britische Postunternehmen Royal Mail soll an die Börse.

LondonDie britische Regierung treibt zum Schuldenabbau einen Börsengang des staatlichen Postunternehmens Royal Mail voran. Bis Ende Mai könnten die beratenden Banken für eine Neuemission ernannt werden, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag mit. Die Regierung habe positives Feedback von Investoren für einen IPO erhalten. Royal Mail beschäftigt rund 150.000 Mitarbeiter und setzte zuletzt jährlich umgerechnet 11,2 Milliarden Euro um. Das Börsendebüt dürfte im Herbst kommen. In Medienberichten hieß es, das Staatsunternehmen könne auf eine Marktkapitalisierung von rund zwei bis drei Milliarden Pfund kommen.

Großbritannien erwägt derzeit offenbar eine Reihe von Privatisierungen. Der Staat könnte sich in den kommenden fünf bis acht Jahren aus etwa der Hälfte seiner 21 Unternehmen zurückziehen, hatte die "Financial Times" vor kurzem berichtet. Mit den Einnahmen sollten die Schulden gesenkt und neue Sparprogramme vermieden werden.

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Allein etwa drei Milliarden Pfund könne der Staat noch in diesem Jahr aus dem Verkauf von einem Drittel der Anteile am weltweit zweitgrößten Kernbrennstoff-Hersteller Urenco erlösen. An ihm sind auch die niederländische Regierung sowie die deutschen Versorger RWE und Eon beteiligt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

30.04.2013, 07:22 Uhr

Und was ist, wenn alles vertickt ist? Haben denn die Briten bei Wasser- und Eisenbahnnetz nicht genug Lehrgeld bezahlt? Beides ist nach der Privatisierung am Ende. Die Prvatbetreiber haben den neuen Eignern Gewinne beschert, nun sind die Netze marode - vielleicht wird dann verstaatlicht, um nach Instandsetzung wieder privatisieren zu können.
Wäre typisch neoliberal: Gewinne in die Taschen der Aktionäre, Verluste trägt der Steuerzahler.
Umverteilung von unten nach oben!

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