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14.02.2015

12:57 Uhr

Privatisierungen auf der Kippe

Verliert Fraport den Zuschlag für griechische Airports?

Eigentlich war es ausgemacht, dass der Flughafenbetreiber 14 Airports in Griechenland übernimmt. Doch die neue Regierung hat den Verkaufsprozess gestoppt. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Privatisierung scheitert.

1,2 Milliarden Euro hat der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport für diesen und 13 andere Flughäfen geboten. dpa

Internationaler Flughafen „Macedonia“

1,2 Milliarden Euro hat der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport für diesen und 13 andere Flughäfen geboten.

AthenDer geplante Verkauf von 14 Regionalflughäfen in Griechenland an den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport steht auf der Kippe. Die neue Regierung stellte das 1,2 Milliarden Euro schwere Vorhaben wieder auf den Prüfstand. Der Verkaufsprozess sei noch nicht besiegelt, sagte Staatsminister Alekos Flabouraris am Samstag im griechischen Fernsehen. „Wir haben gesagt, dass wir ihn stoppen und überprüfen werden.“

Fraport und der griechische Partner Copelouzos Group hatten von der alten Regierung den Zuschlag für den Kauf der Flughäfen erhalten. Die endgültigen Verträge müssen aber noch ausgehandelt werden. Die neue Regierung, die vom Spar- und Reformkurs abkehren will, hat allerdings bereits eine Reihe von Privatisierungen abgeblasen, darunter den Verkauf des Hafens von Piräus und eines Energieversorgers.

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Die deutschen Flughäfen machten im vergangenen Jahr Boden gut. Doch während in Hamburg, Köln oder Stuttgart mehr Menschen abfliegen, verlieren kleine Airports weiter Passagiere – einer sogar mehr als ein Viertel.

Fraport hatte sich noch vor einer Woche zuversichtlich gezeigt, dass der Abschluss des Vertrages zustande kommt. Der Kauf der Regionalflughäfen sollte eigentlich im Herbst stehen. Dabei geht es unter anderem um Airports auf Urlaubsinseln wie Rhodos, Korfu, Mykonos und Santorin. Aber auch der Flughafen der Stadt Thessaloniki gehört zu dem Paket. Fraport will mindestens zwei Drittel der Anteile an dem Flughafen-Konsortium halten. Damit entfielen mindestens 800 Millionen Euro vom Kaufpreis auf das Unternehmen. Es ist eines der größten Privatisierungsvorhaben in Griechenland seit Beginn der Schuldenkrise vor sechs Jahren.

Von

rtr

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