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15.04.2013

16:02 Uhr

Probleme bei 737

Boeing hat Ärger mit seinem Verkaufsschlager

Die schlechten Nachrichten für Boeing reißen nicht ab: Nach dem Debakel um den „Dreamliner“ rückt nun auch der Verkaufsschlager 737 ins Visier der Flugaufsicht. Mehr als 1000 Flugzeuge sind betroffen.

Am Samstag war eine Boeing 737 ins Meer vor Bali gestürzt. dpa

Am Samstag war eine Boeing 737 ins Meer vor Bali gestürzt.

WashingtonDie US-Flugaufsicht macht sich Sorgen um die Sicherheit von Boeings Verkaufsschlager 737. Beschichtungen an Befestigungen des Höhenleitwerks seien falsch ausgeführt worden, heißt es in einer Sicherheitsanweisung der Behörde FAA. Wenn die Bauteile versagten, könnten Piloten schlimmstenfalls die Kontrolle über die Maschine verlieren.

Die Sicherheitsanweisung sollte am Montag von der Flugaufsicht veröffentlicht werden und war zuvor im US-Bundesregister einzusehen. In den USA sind 1050 Jets betroffen, die überprüft und falls nötig repariert werden sollen. Die FAA schätzt, dass die Arbeiten insgesamt 10,1 Millionen Dollar kosten werden (7,7 Mio Euro).

Derartige Sicherheitsanweisungen sind normal in der Luftfahrt. Der Fall ist auch nicht mit dem Debakel um den Vorzeigeflieger „Dreamliner“ zu vergleichen. Der Langstreckenjet steht seit drei Monaten wegen brandgefährlicher Batterien zwangsweise am Boden. Die Flugaufsicht muss eine neue Batteriekonstruktion genehmigen.

Von Unfällen wegen der falschen Beschichtung bei der 737 war keine Rede. Am Samstag war eine Boeing 737 aus bislang ungeklärter Ursache beim Landeanflug auf die Ferieninsel Bali aufs Wasser geprallt und zerbrochen. Alle Menschen an Bord konnten sich aber ans Ufer retten.

Von

dpa

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