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09.01.2011

12:48 Uhr

Probleme im Winter

Bahn-Chef Grube fordert robustere Züge

Bahnchef Rüdiger Grube gibt sich selbstkritisch und hat Defizite seines Unternehmens im Umgang mit dem Winterwetter eingeräumt. Zudem stellte er Forderungen an die Zughersteller.

Rüdiger Grube: Der Bahn-Chef gesteht Probleme seines Unternehmens mit dem Winterwetter und fordert Verbesserungen von den Zugherstellern. Quelle: dpa

Rüdiger Grube: Der Bahn-Chef gesteht Probleme seines Unternehmens mit dem Winterwetter und fordert Verbesserungen von den Zugherstellern.

HB BERLIN. „Wir haben uns zwar deutlich besser als im Vorjahr auf den Winter vorbereitet. Es gibt aber nichts schönzureden“, sagte Grube der „Bild am Sonntag“. „Wir müssen noch besser werden. Nicht zuletzt deshalb planen wir milliardenschwere Investitionen in eine neue IC- und ICE-Flotte.“

Vor dem Treffen der Verkehrsminister, an dem auch der Vorstandsvorsitzende der Bahn AG teilnehmen wird, erbat Grube Objektivität bei der Bewertung der zahlreichen Zugverspätungen und -ausfälle in den zurückliegenden Winterwochen: „Bei allen Herausforderungen erbitte ich Fairness in der Beurteilung der Lage. Der vergangene Dezember war der härteste Wintermonat seit über vier Jahrzehnten. Im Vergleich zu Flugzeug und Auto hat die Bahn noch relativ gut funktioniert. Auch unsere Mitarbeiter haben unter ungewöhnlich schwierigen Bedingungen einen tollen Job gemacht.“

Der Bahnchef fordert von Zugherstellern konkrete Verbesserungen. „Keine Frage, diese neue Generation von Zügen muss auch bei großer Hitze und Kälte einwandfrei funktionieren, also viel robuster als die heutige Flotte sein.“

Kommentare (6)

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SeniorVicePresident

09.01.2011, 17:28 Uhr

Lieber Herr Grube!!
Wer hat denn die jetzigen Zugtypen bestellt? Wer hat dafür die Lastenhefte formuliert? Kaufen Sie, was Sie für nötig halten, oder was die industrie für Sie als "geeignet" ansieht ? Wenmn die iCE bei Eis und Schnee keine 300 km/h fahren können, wie wäre es dann mit dem guten alten Winterfahrplan??
Schlafen Sie ruhigf weiter und träumen vom iCE-betrieb auf Hawaii und Tahiti!

Mariana Mayer

09.01.2011, 17:39 Uhr

Gerne, zu diesem Thema habe ich eine Spezifikation abgeliefert im Hause der Wirtschaft in Stuttgart.

ich weiß wo die ursächlichen Mängel liegen.

Mariana Mayer, zuständig für die Softwarezulassung der Neubaustrecke KölnRheinMain. 4 Jahre Leiharbeit innerhalb der bahnsicherheit.

Das Eisenbahnbundesamt hat meine Dokumente alle lückenlos zugelassen. Diese waren in Ordnung.

Die eigentliche Entwicklungsarbeit und das Können, das überhaupt etwas funktioniert, liegt in den Entwicklungsabteilungen.

Die technischen berichte, die ich von einigen EbA Gutachtern gelesen habe, waren dermassen sorry, sch... schlecht, das damit kein Hof zu gewinnen war. Und diese berichte wurden auch nicht zugelassen vom EbA. Richtig.

Doch genau diese Gutachter haben jahrelang bahnsicherheit in Leiharbeit durchgeführt. Eine Vetternwirtschaft hoch 3. Das Geld wurde von den Leiharbeitsunternehmen einkassiert: in meinem Falle iCS AG. Die Leute anschließend mit zahlreichen Mobbingattacken aus dem berufsleben vertrieben. ich war kein Einzelfall, im Gegenteil. Wer brav ja sagt, wird hochgefördert zu bosch weitervermittelt.

Die fähigen Leute unter Druck gesetzt und fertiggemacht. DiE iG Metall weiß ganz genau wovon ich spreche.

Meine bewerbungen wurden seit Jahren konsequent abgelehnt weil die Uni Stuttgart Absolventen dies blockiert haben. Vetternwirtschaft. Diese hätten mich schon lange einstellen können und waren über alles informiert innerhalb der bahnsicherheit.
Doch Die gutachter dort, sind ja beteiligt, weil persönlicher Profit wichtiger ist als bahnsicherheit und Menschenleben. Nur durch Zufall überhaupt bin ich darauf gestossen was wirklich abläuft. bin ich dort angestellt oder integriert worden? WO?

Lügenbaron Münchhausen-Grube

09.01.2011, 19:54 Uhr

immer wieder lustig, wie angeblich hochrangige Manager versuchen alle anderen Menschen für dumm zu verkaufen. Erstmal halte ich es für erstaunlich, dass das bisschen Winter, als der "Megawinter" (sozusagen fast der Allerhärteste seit beginn der Wetteraufzeichnung) bezeichnet wird. Da wird als Ausrede schnell mal aus einer Mücke ein Elefant gemacht. ich weiß nicht, ob Herr Grube in den 70er Jahren schon gelebt hat oder ob er zu der Zeit schon ein Gehirn hatte oder ob er es sich inzwischen schon weggesoffen hat. Fakt ist, dass es Ende der 70er einen Jahrhundert-Winter gegeben hat, der deutlich schlimmer war als dieser Winter hier. Das Thema mit dem Wunsch nach robusteren Zügen ist leider auch nur für gutgläubige oder sagen wir mal für dumme Menschen. Wenn der Manager einen Zug in einer gewünschten Qualität zu dem vom Hersteller geforderten Preis bestellt, dann bekommt er ihn auch. Wenn er aber die Herstellerpreise drückt und dies und das aus der Ausstattungsliste als überflüssig raus streicht, dann bekommt er eben das was er verdient. Das eingesparte budget kann er sich dann jedes Jahr als Gehaltserhöhung obendrauf schlagen. Alle Einsparmaßnahmen funktionieren nunmal nur bis zu einem gewissen Punkt. Also sollte Grube uns jetzt bitte nicht erzählen, dass die Zughersteller am falschen Ende gespart haben. Sie werden wohl nur qualitativ das bieten können, was Dank Grubes Sparmaßnahmen (und nicht zu vergessen die Sparmaßnahmen von Säufernase Mehdorn)überhaupt noch rauszuholen war. Hier zeigt sich mal wieder, dass die unendliche Gier der Manager gepaart mit der ich-weiß-alles-besser-weil-ich einen-Dr.-Titel-habe-Mentalität so manche Firma in den Ruin treibt. Grube hat nur das Glück, dass er den Steuerzahler immer als Retter in der Not in der Hinterhand hat. Er kann es zur Not sogar direkt auf den Steuerzahler schieben. Hätte der mehr über die beteiligung des bundes von seinen Steuern investiert, dann hätte die bahn auch bessere Züge.

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