Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.08.2014

13:16 Uhr

Procter & Gamble

Pampers-Hersteller baut Stellen in Deutschland ab

ExklusivDer Konsumgüterkonzern Procter & Gamble hat das Ende von weltweit etwa hundert Marken angekündigt. In Deutschland schwenkt das Unternehmen auf einen Sparkurs – mehrere hundert Stellen werden abgebaut.

Im Oktober 2013 waren Mitarbeiter der Marke Wella in die Procter & Gamble-Deutschlandzentrale nach Schwalbach im Taunus gezogen. PR

Im Oktober 2013 waren Mitarbeiter der Marke Wella in die Procter & Gamble-Deutschlandzentrale nach Schwalbach im Taunus gezogen.

DüsseldorfDer amerikanische Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble baut in seiner Deutschlandzentrale weiter Arbeitsplätze ab. Innerhalb von zwei Jahren sollen rund 300 Stellen wegfallen, bestätigte eine Sprecherin entsprechende Informationen des Handelsblatts (Montagausgabe) aus dem Unternehmensumfeld.

Seit dem Frühsommer werden Mitarbeiter in der Zentrale in Schwalbach bei Frankfurt angesprochen. Sie sollen auf freiwilliger Basis das Unternehmen verlassen. Im Umfeld des Unternehmens hieß es, es seien auch zahlreiche Führungskräfte betroffen. „Das Programm ist – ohne auf Details eingehen zu wollen – großzügig ausgestattet und umfasst eine tatkräftige Unterstützung durch externe Experten bei der beruflichen Neuorientierung“, sagte die Sprecherin. Betriebsbedingte Kündigungen solle es nicht geben. Der Betriebsrat sei informiert.

Pampers- und Gilette-Hersteller: Procter & Gamble verurteilt 100 Marken zum Tod

Pampers- und Gilette-Hersteller

Procter & Gamble verurteilt 100 Marken zum Tod

Procter & Gamble erhöht dank Einsparungen seinen Gewinn um mehr als ein Drittel. In Zukunft spart sich der Konsumgüterriese auch zahlreiche Marken. Nur die populärsten will der Pampers-Hersteller überleben lassen.

Ende der Woche hatte der Konzern angekündigt, in den nächsten beiden Jahren bis zu hundert und damit mehr als die Hälfte seiner Produktlinien einstellen zu wollen. Der Konzern wolle sich auf seine populärsten 70 bis 80 Haushaltsmarken konzentrieren, so der Hersteller von Duracell, Pampers, Always, Wella, Gilette und anderen Produkten.

Welche Marken auf der Kippe stehen, sagte der Vorstandsvorsitzende A.G. Lafley nicht. Er sagte aber, Procter & Gamble hätte diesen Schritt schon viel früher machen sollen. „In einer perfekten Welt hätten wir das am Tiefpunkt der Finanzkrise, in der Rezession, gemacht“, sagte er in einer Konferenz mit Investoren und Analysten. Es gebe keinen Grund, jetzt noch zu warten.

Von

cuk

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×