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25.01.2013

15:07 Uhr

Procter & Gamble

Sparprogramm poliert Ergebnis auf

Das Sparprogramm zeigt Wirkung: Procter & Gamble konnte den Gewinn deutlich steigern und die Erwartungen der Anleger übertreffen. Auch für die Zukunft ist der Konsumgüterkonzern optimistisch.

Procter & Gamble verdient sein Geld mit Konsumgütern von Geschirrspülmitteln bis Windeln. Im abgelaufenen Quartal lief das Geschäft besser als erwartet. dapd

Procter & Gamble verdient sein Geld mit Konsumgütern von Geschirrspülmitteln bis Windeln. Im abgelaufenen Quartal lief das Geschäft besser als erwartet.

ChicagoFür Procter & Gamble zahlt sich der Sparkurs aus. Der Anbieter von Fairy-Geschirrspülmittel, Wella-Haarpflegeprodukten, Braun-Elektrogeräten und Pampers-Windeln hob seine Gewinnerwartungen nach einem starken zweiten Geschäftsquartal für 2012/2013 an.

Im abgelaufenen Vierteljahr zu Ende Dezember sprang der Überschuss um fast 150 Prozent auf rund vier Milliarden Dollar, wie der Branchenprimus am Freitag mitteilte. Der Rivale von Beiersdorf und Henkel hatte 2012 einen Konzernumbau eingeleitet, um das riesige Unternehmen mit seiner breiten Produktpalette von Kosmetik über Elektrogeräte bis zu Reinigungsmitteln schlagkräftiger zu machen. Allein im Dezember strich P&G 5700 Stellen. Zugleich brachte der Konzern neue Produkte auf den Markt und setzte bei Kunden höhere Preise durch. Sogar das zuletzt schleppende Geschäft auf dem US-Heimatmarkt bekam neue Dynamik.

Die gesamte Konsumgüterbranche kommt unerwartet gut durch die Konjunkturflaute. Neben P&G überzeugten auch Unilever und Beiersdorf im Schlussquartal mit guten Zahlen. Die im Dow notierte P&G-Aktie stieg vorbörslich zwei Prozent.

Der Umsatz des Weltmarktführers legte im Weihnachtsquartal um zwei Prozent auf knapp 22,2 Milliarden Dollar zu. Nach dem besser als erwartet verlaufenen Vierteljahr erhöhte P&G seine Prognose fürs Geschäftsjahr. Nun rechnet der Konzern mit einem Gewinn je Aktie von 3,97 bis 4,07 Dollar. Bisher waren 3,85 Dollar prognostiziert worden.

P&G steht unter Erfolgsdruck. US-Wettbewerber wie der Zahnpastahersteller Colgate-Palmolive und Kleenex-Anbieter Kimberly-Clark hatten zuletzt ihre Produktpalette deutlich reduziert. Fondsmanager und P&G-Aktionär William Ackman macht nun öffentlichkeitswirksam Werbung für die Konzentration auf Kernprodukte und -Märkte beim Branchenführer. Ackmans Fonds Pershing Square, der auch an Einzelhändler JC Penney beteiligt ist, ist bekannt dafür, Wandel in Firmen vorantreiben zu wollen.

Der britisch-niederländische Wettbewerber Unilever verzeichnete zuletzt dank des Ausbaus seines Geschäfts in Schwellenländern ein deutliches Umsatzplus im Schlussquartal 2012. Bei Beiersdorf kletterte der Umsatz organisch um 4,7 Prozent auf erstmals mehr als sechs Milliarden Euro.

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