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12.01.2011

10:45 Uhr

Prognose angehoben

Douglas glänzt im Weihnachtsgeschäft

So mancher Einzelhändler litt unter dem schlechten Wetter. Doch Douglas konnte im Weihnachtsgeschäft trotz Glätte glänzen. Nun hat der Handelskonzern seine Prognose angehoben. Doch einige Fachleute hatten mit noch mehr gerechnet.

Bei Douglas läuft es dank Lippenstiften und Co rund. Quelle: dpa

Bei Douglas läuft es dank Lippenstiften und Co rund.

HB DÜSSELDORF. Der Douglas- Konzern traut sich nach Zuwächsen im Weihnachtsgeschäft in seinem neuen Geschäftsjahr mehr Umsatz und Gewinn zu. Anders als der Handelsriese Metro konnte die Parfümiere-, Buch- und Schmuckhandelskette trotz des Wintereinbruchs vor Weihnachten zwischen Oktober und Dezember in Deutschland ein sattes Plus verbuchen. Wachstum soll auch das Online-Geschäft bringen, das seinen Anteil am Gesamtumsatz binnen drei Jahren verdoppeln soll.

Douglas wolle im laufenden Geschäftsjahr 2010/11 (per Ende September) den Umsatz um zwei bis vier Prozent steigern und ein Ergebnis vor Steuern von „rund 140 Millionen Euro“ einfahren, kündigte Konzernchef Henning Kreke am Mittwoch in Düsseldorf an.

Der Konzern habe die Basis für diese Ziele im Weihnachtsquartal gelegt, in dem Händler in der Regel den Löwenanteil ihrer Gewinne erzielen. Douglas steigerte den Umsatz um 4,5 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro, im deutschen Heimatmarkt registrierte der Konzern sogar ein Plus von 5,5 Prozent. Die Parfümerien legten dort um 4,8 Prozent zu, die Christ-Juweliergeschäfte setzten im Weihnachtsquartal sogar knapp zehn Prozent mehr um als vor Jahresfrist. Ohne das „Schnee-Chaos“ im Dezember wäre sogar „mehr möglich gewesen“, sagte Kreke.

Die Ergebnisse des Weihnachtsgeschäfts im Einzelhandel werden mit Spannung erwartet - sie gelten als Indikator, ob die Verbraucher in Deutschland im Boomjahr 2010 über Weihnachten mehr Geld in den Läden ließen und damit die Binnen-Konjunktur ankurbelten. Der Branchenverband HDE und die Konsumforscher der GfK hatten ein Plus von 2,5 Prozdnt vorausgesagt. Die Hoffnungen hatte aber Metro getrübt: Der Konzern mit Marken wie Media Markt/Saturn oder Kaufhof vermeldete für das vierte Quartal in Deutschland ein Umsatzminus von 2,6 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro.

Die Douglas-Zahlen für das Weihnachtsquartal sähen „sehr stark“ aus, urteilten Analysten der DZ Bank. Umso enttäuschender falle die Gewinnprognose für 2010/11 aus. Die Anleger sahen dies ähnlich: Die im MDax notierten Douglas-Aktien notierten mit einem Minus von knapp einem Prozent am Mittag bei 41,31 Euro.

Kreke hat die Wirtschaftskrise auch dazu genutzt, einen Schlussstrich unter Engagements in Ländern zu ziehen, in denen er keine Chance auf führende Marktpositionen sah. Aus Dänemark und den USA verabschiedete sich Douglas, die russischen Filialen wurden an einen Anteilseigner der Parfümeriekette Rive Gauche verkauft. Der Douglas-Chef will nun verstärkt in Online- Aktivitäten investieren und setzt darauf, die Kunden sowohl in die Filialen als auch in die Online-Shops zu locken. Der Online- Anteil am Gesamtumsatz soll spätestens in drei Jahren von jetzt fünf auf zehn Prozent ansteigen.

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