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10.11.2016

13:59 Uhr

Puma

Rihanna sprintet mit Sportmarke davon

Turnschuhe von Puma sind wieder gefragt. Die Sportartikelmarke mit dem Raubtierlogo konnte im dritten Quartal sowohl Umsatz als auch Gewinn kräftig steigern. Auch Pop-Sängerin Rihanna lässt die Kasse klingeln.

Der Sportartikelhersteller hat seinen Konzerngewinn gegenüber dem Vergleichsquartal 2015 fast verdoppelt. Reuters

Puma

Der Sportartikelhersteller hat seinen Konzerngewinn gegenüber dem Vergleichsquartal 2015 fast verdoppelt.

HerzogenaurachNeue Sportschuhmodelle und die Pop-Sängerin Rihanna sorgen beim Sportartikelhersteller Puma für klingelnde Kassen. Schuhe seien inzwischen der stärkste Wachstumstreiber des SDax-Unternehmens. Das entsprechende Geschäft steuerte mit 458,8 Millionen (plus 12,3 Prozent) im dritten Quartal fast die Hälfte zum Puma-Konzernumsatz bei, berichtete Puma-Chef Bjørn Gulden am Donnerstag am Firmensitz Herzogenaurach.

Rihanna wiederum habe mit ihrer neuesten Kollektion dafür gesorgt, dass viele Puma-Sportlifestyle-Produkte bei den Kunden wieder stärker gefragt seien, berichtete Gulden. Textilien mit dem Raubkatzenlogo sei inzwischen wieder so begehrt, „dass immer mehr Konsumenten unsere Produkte zum vollen Preis kaufen“. Noch vor zwei bis drei Jahren waren viele Puma-Produkte Ladenhüter gewesen; das hatte den Adidas- und Nike-Konkurrenten bei der Jagd nach Marktanteilen zurückgeworfen.

Die wichtigsten Nationalteams der Sportkonzerne

Adidas – Deutschland

Seit mehr als 60 Jahren schon stürmen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und Adidas gemeinsam übers Feld. Die Liaison begann mit dem „Wunder von Bern“, dem überraschenden Titelgewinn 1954 bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz. Lange verhandelten der DFB und die Marke mit den drei Streifen über eine Verlängerung des 2018 auslaufenden Ausrüstervertrags – letztlich mit Erfolg.

Autor: jojo

Spanien

Nach Deutschland ist Spanien das wichtigste europäische Nationalteam von Adidas: Das Team gewann die Europameisterschaften 2008 und 2012 sowie die Weltmeisterschaft 2010. Im Sommer hat Adidas den Vertrag mit den Spaniern bis 2026 verlängert. Die deutsch-iberische Liaison währt nun schon seit mehr als 30 Jahren.

Russland

Über Jahre hinweg war Russland der Wachstumsmarkt schlechthin für Adidas. Entsprechend wichtig war es, das russische Nationalteam unter Vertrag zu haben. Allerdings läuft das Geschäft in Russland inzwischen nur noch verhalten, Wirtschaftskrise und Sanktionen des Westens halten die Kunden davon ab, neue Turnschuhe zu kaufen. Doch 2018 soll die WM in dem Land stattfinden, daher ist die Mannschaft für Adidas noch immer attraktiv.

Argentinien

Im fußballbegeisterten Südamerika ist der argentinische Verband das Zugpferd für Adidas. Das Team stand zuletzt im WM-Endspiel gegen Deutschland – und verlor. Adidas war das letztlich egal, schließlich gewann ein anderes von der Marke gesponsertes Team: Deutschland.

Nike – Brasilien

Weltweit betrachtet ist Brasilien das wichtigste Team, das für die Marke von der amerikanischen Westküste spielt. Allerdings sind die erfolgsverwöhnten Südamerikaner weit von einer für sie selbst akzeptablen Form entfernt. Bei der Heim-WM 2014 schied die Mannschaft schmachvoll gegen Deutschland aus, bei der Copa América diesen Sommer schafften es die Brasilianer ebenfalls nicht ins Finale.

England

Die letzten großen Erfolge des englischen Nationalteams liegen mehr als vier Jahrzehnte zurück. Trotzdem ist die Mannschaft für Nike wichtig, weil die fußballverrückten Engländer sich gerne mit neuen Trikots einkleiden.

Frankreich

Das Land richtet die EM 2016 aus und ist damit der Hoffnungsträger von Nike für das kommende Jahr. Bei den letzten großen Turnieren allerdings hat die Equipe Tricolore nicht besonders glorreich gespielt. Vergangenes Jahr schieden Les Bleus bei der WM im Viertelfinale gegen Deutschland aus.

Niederlande

Der Totalausfall im Portfolio von Weltmarktführer Nike. Die Niederländer haben es verpasst, sich für die EM kommendes Jahr in Frankreich zu qualifizieren.

Puma – Italien

Die Tifosi sind das Aushängeschild von Puma und das einzige europäische Team der Marke, das international ganz vorne mitspielt. Allerdings liegt der letzte Titelgewinn nun schon fast zehn Jahre zurück: 2006 gewannen die Italiener die Weltmeisterschaft in Deutschland.

Österreich

Österreich hat sich überzeugend für die EM 2016 qualifiziert. Das macht Puma Hoffnung, dass es sich doch noch lohnt, das zuvor über Jahre erfolglose Team auszustatten.

Schweiz

Die Eidgenossen spielen seit Jahren bei Europa- und Weltmeisterschaften mit und machen Puma deshalb viel Freude. Zu einem Titelgewinn allerdings hat es bislang noch nicht gereicht.

Elfenbeinküste

Puma sponsert seit Jahren zahlreiche afrikanische Teams – und feiert mit ihnen immer wieder große Erfolge. 2015 war der Puma-Partner Elfenbeinküste beim Afrika-Cup siegreich, dem afrikanischen Pendant zur Europameisterschaft.

Nach einer Schwächephase in den Jahren 2013 und 2014 sieht Gulden sein Unternehmen nun wieder in der Erfolgsspur. Die von ihm eingeleiteten Neuausrichtungen von Marke und Sortiment griffen. Und inzwischen steuere Puma auch dank einer strikten Kostenkontrolle zurück in die Gewinnzone. „Unsere Umsätze haben sich besser entwickelt als erwartet“, sagte Gulden. Es gehe nun darum, die starke Nachfrage nach Puma-Sportkleidung für weiteres Wachstum zu nutzen.

Im dritten Quartal war der Puma-Umsatz um 8,3 Prozent auf 990,2 Millionen Euro gestiegen. Der operative Gewinn lag mit 59 Millionen Euro sogar um 64,3 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresquartal. Unter dem Strich blieben dem Konzern 39,5 Millionen Euro. Damit konnte Puma seinen Konzerngewinn im dritten Quartal im Vergleich zum Vergleichsquartal 2015 fast verdoppeln.

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Der Neun-Monatsumsatz summierte sich damit auf 2,688 Milliarden Euro (plus 6,4 Prozent). Den entsprechenden Konzernüberschuss in den ersten drei Quartalen bezifferte Gulden mit 67,0 Millionen (plus 61,5 Prozent). An seiner bisherigen Prognose für 2016 hält der Puma-Chef fest. Für das Gesamtjahr erwartet er weiterhin einen währungsbereinigten Umsatzanstieg im hohen einstelligen Bereich. Der operative Gewinn werde zwischen 115 und 125 Millionen Euro liegen.

Von

rtr

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