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14.06.2013

08:57 Uhr

Quartalsbilanz

Kein Sonnenschein für Gerry Weber

Mit den Bundesbürgern leiden auch Konzerne unter dem insgesamt bescheidenen Wetter der vergangenen Monate: Die Modefirma Gerry Weber hat in den vergangenen Jahren nur ausgebaut – nun bekommt sie erste Flauten zu spüren

Die Bügel gingen wohl ein wenig zu oft wieder zurück auf die Stange. Das Mode-Urgestein Gerry Weber verzeichnet nach langer Expansion erstmals Rückgang im Geschäft. dpa

Die Bügel gingen wohl ein wenig zu oft wieder zurück auf die Stange. Das Mode-Urgestein Gerry Weber verzeichnet nach langer Expansion erstmals Rückgang im Geschäft.

DüsseldorfDie Wetterkapriolen und Rabattschlachten der vergangenen Monate haben der erfolgsverwöhnten Modefirma Gerry Weber zugesetzt und im zweiten Geschäftsquartal für Gewinneinbußen gesorgt. Konzernchef Gerhard Weber kassierte am Freitag seine Jahresziele, betonte aber, dass die Schwächephase vorübergehend sei: „Auch wenn wir aufgrund der widrigen wettertechnischen Rahmenbedingungen voraussichtlich unsere hohen selbst gesteckten, kurzfristigen Wachstumsziele nicht erreichen können, gehen wir weiterhin von einem dynamischen und profitablen Wachstum der Gerry Weber Gruppe für die Zukunft aus.“

Nachdem der zunächst milde Winter im ersten Geschäftsquartal noch für Druck gesorgt hatte, bremste die anschließende Dauerkälte im Zeitraum Februar bis April die Geschäfte aus. Hinzu kam ein längerer Schlussverkauf, der sich umso deutlicher bemerkbar machte, da die Modefirma die Zahl der eigenen Läden aufgestockt hatte. So legte im Quartal der Umsatz nur um 3,8 Prozent auf 219 Millionen Euro zu. Der operative Gewinn, genannt Ebit, schrumpfte auf 25,6 Millionen Euro nach 29,3 Millionen vor Jahresfrist. Netto blieben 11,7 Millionen Euro übrig im Unterschied zu 13,9 Millionen Euro im Vorjahr übrig.

Für das Gesamtjahr gab sich Weber vorsichtiger und kündigte Erlöse in der Spanne zwischen 860 und 870 Millionen Euro an statt der zuvor anvisierten 890 bis 900 Millionen Euro. Das Ebit soll nun etwa 120 Millionen Euro statt 131 bis 135 Millionen Euro erreichen.

Gerry Weber hatte in den vergangenen Jahren einen rasanten Expansionskurs mit der Eröffnung zahlreicher eigener Geschäfte im In- und Ausland vorangetrieben und eilte so von einem Rekordjahr zum nächsten. Weber will in der Saison 2014/15 die Milliarden-Umsatzgrenze knacken.

Von

rtr

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