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19.02.2014

06:13 Uhr

Quartalszahlen

Coca-Cola stößt Anlegern bitter auf

VonAxel Postinett

Das gezuckerte Imperium aus Atlanta steht vor großen Bewährungsproben. Die Käufer von Coca-Cola wechseln zu gesunden Alternativen, und die Antwort ist einfach nur mehr Werbung. Reicht das?

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San FranciscoMit einem großangelegten Kostensenkungsprogramm versucht Coca-Cola seine Gewinne zu stützen, während das Geschäft im Heimatmarkt Amerika weiter wegbricht. Insgesamt stieg der US-Umsatz um ein marginales Prozent. Aber ein Plus bei ungezuckerten Getränken und Wassern wurde durch einen Einbruch um drei Prozent bei den zuckerhaltigen Getränken wie Coke Classic praktisch ausgelöscht.

Eine Milliarde Dollar ist jetzt das Sparziel bis 2016. Das Geld soll in erster Linie in mehr Marketing und Werbung gesteckt werden. Kann das den Trend brechen? Die Aktie gab im frühen New Yorker Handel rund vier Prozent nach und schloss 3,75 Prozent tiefer bei 37,47 Dollar.

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Schenkt man Starinvestor Warren Buffet Glauben, dann kann es eigentlich gar nicht schlecht um Coca-Cola stehen. Rund 400 Millionen Aktien des weltgrößten Herstellers von nicht-alkoholischen Getränken liegen in den Depots von Berkshire Hathaway, ein Wert von rund 16,5 Milliarden Dollar. Das spricht für Vertrauen in die Zukunft beim erfolgreichsten Investor der Welt.

Doch während sich Buffet zu jeder Gelegenheit öffentlich ein Glas Cola einschüttet oder eine Dose Cherry Coke genießt, sieht die Welt rund um ihn herum anders aus. „Du würdest keine zwanzig Zuckerwürfel essen, warum trinkst Du sie?“, fragt ein Plakat in der Roosevelt Middle School in Oakland und warnt vor den riesigen Bechern an Zuckergetränken, die es für einen Spottpreis zu jedem Hamburger in einem der vielen Fast Food Restaurant gibt.

Deutschlands größte Getränkehersteller

Platz 10

PepsiCo - 9,75 Millionen Hektoliter

Während Pepsi dem großen roten Konkurrenten international die Stirn bieten kann – in Deutschland schafft es die Limo-Marke nur knapp in die Top 10. Zu den Marken des Konzerns gehören unter anderem Mountain Dew, 7 Up, Tropicana und der Energydrink Rockstar.
Quelle: Lebensmittelzeitung, Daten für 2012

Platz 9

Oettinger-Gruppe - 10,6 Millionen Hektoliter

Mit der Fokussierung auf billiges Bier ist die Oettinger-Gruppe zu einer der größten Brauereien des Landes aufgestiegen.

Platz 8

Riha Richard Hartinger - 11 Millionen Hektoliter

Riha ist Deutschlands größter Fruchtsafthersteller. Dazu zählt etwa die Marke Fruchtquell.

Platz 7

AB-Inbev - 12 Millionen Hektoliter

Die Brauerei-Gruppe steht für Marken wie Beck's und Hasseröder.

Platz 6

Radeberger - 13 Millionen Hektoliter

Die Brauerei gehört zum Oetker-Imperium und vertreibt ab 2015 Pepsi-Produkte in ganz Deutschland.

Platz 5

Bitburger- 14 Millionen Hektoliter

Die Brauerei aus der Eifel hat neben der Stammmarke etliche weitere Biermarken im Angebot wie König Pilsener oder Licher.

Platz 4

Schäff-Gruppe - 19 Millionen Hektoliter

Das Aldi-Mineralwasser Altmühltaler stammt von der Schäff-Gruppe ebenso wie zahlreiche andere Eigenmarken von Discountern.

Platz 3

Hansa-Heemann - 24 Millionen Hektoliter

Auch an Rang drei steht ein Produzent von Handelsmarken für Discounter.

Platz 2

Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke MEG - 26,8 Millionen Hektoliter

Die 100-prozentige Tochter der Schwarz-Gruppe produziert alle Handelsmarken der konzerneigenen Supermarktketten Lidl und Kaufland und hat es damit innerhalb weniger Jahre an die Spitze der deutschen Getränkehersteller geschafft. Das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt ist heute der größte Mineralwasserproduzent Deutschlands.

Platz 1

Coca-Cola - 36,5 Millionen Hektoliter

Der rote Riese regiert auch den Getränkemarkt in Deutschland mit deutlichem Abstand. Die Zentrale zog 2003 von Essen nach Berlin. Mit Fanta wurde eine der großen internationalen Marken des Konzerns von der deutschen Tochter erfunden.

Unvergessen, wenn auch erfolglos, der Vorstoß des früheren Bürgermeisters von New York, Michael Bloomberg. Der wollte überdimensionale Becher mit Zucker-Getränke in Restaurants schlicht verbieten lassen. Was Bloomberg nicht gelang, passierte aber in Mexiko, einem der größten Märkte für Cola. Eine neue Steuer auf gezuckerte Getränke tritt dieses Jahr in Kraft. Mexiko führt die Weltrangliste an, wenn es um Übergewicht und Fettleibigkeit geht.

In Zahlen ausgedrückt sank im vierten Quartal das Nettoergebnis des Unternehmens aus Atlanta im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent auf 1,71 Milliarden Dollar. Der Weltumsatz fiel um 3,6 Prozent auf elf Milliarden Dollar. Mit dazu beigetragen hat die Kernschmelze vieler Währungen in Entwicklungsländern, was das Ergebnis negativ beeinflusst hat.

Kommentare (2)

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llkjlkj

18.02.2014, 20:19 Uhr

Hauptsache Buffet versteht das Geschäft. Es muss simple sein. CC schmeckt gut, ist einfach herzustellen und geschützt. Ein USP ohne ende. Das der Dreck aber die Menschen vergiftet, wenn auch auf einem gefühlt erfrischendem Weg muss man ja nicht verstehen.
Ob der Hype cola zusammen mit mc donalds nun einbricht waage ich zu bezweifeln. Ich bezweifele dass die Menschen asketisch leben wollen, kurzfristiges gut ist dem äffen lieber als ein langfristiges, ist die Frage die sich nicht stellt

Account gelöscht!

18.02.2014, 20:59 Uhr

Hochmut kommt immer vor dem Fall. Oder: Wer zu spät kommt, den bestrfen die Lebenden. In ein paar Jahren ist die Coke und der Big Mäc Geschichte....

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