Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.11.2011

13:48 Uhr

Quartalszahlen

Deutsche Post erhöht die Jahresprognose

Der Logistikkonzern steigert im dritten Quartal Umsatz und Gewinn. Auch im Gesamtjahr sollen die Erträge weiter wachsen. Vor allem das Geschäft der Briefsparte und der Tochter DHL boomt.

Die Deutsche Post: Das Geschäft des Logistikkonzerns läuft rund. dpa

Die Deutsche Post: Das Geschäft des Logistikkonzerns läuft rund.

FrankfurtDie Deutsche Post schraubt ungeachtet trüber Konjunkturaussichten ihre Gewinnerwartungen für 2011 in die Höhe. Auch für das kommende Jahr rechnet Post-Chef Frank Appel nicht mit einer Rezession. Der weltweit agierende Express- und Logistikkonzern habe bis Ende September keinen Rückgang der Nachfrage gespürt, betonte Appel am Mittwoch in Frankfurt. Im Gegenteil, gerade in den Wachstumsmärkten Asiens und Lateinamerikas konnte die Post im dritten Quartal zulegen. An der Börse kamen die Äußerungen des Post-Chefs gut an. Die Anleger griffen nach der Aktie Gelb.

„Unser Wachstumstrend ist ungebrochen“, sagte Appel. Von der Krisenangst könnte der Konzern sogar profitieren. Denn wegen der Sorgen um die Wirtschaft und eine damit zu erwartende nachlassende Kauflust der Verbraucher füllten viele Unternehmen ihre Läger nicht mehr auf. Geben die Verbraucher aber weiterhin ihr Geld für Konsumartikel mit vollen Händen aus, wäre die Post am Zug - denn gerade sie muss die Waren, die nicht vorrätig sind, dann transportieren. 2012 erwartet Appel keinen dramatischen Abschwung - er sei vielmehr „verhalten optimistisch“.

Auf das laufende Jahr blickt Appel zuversichtlicher als noch vor wenigen Monaten. Der Konzern erwarte nun einen operativen Gewinn (Ebit) von „mehr als 2,4 Milliarden Euro“, sagte er. Grund dafür seien bessere Prognosen für die Brief-Sparte, die wegen der Konkurrenz der E-Mail lange als Sorgenkind der Post galt, und die DHL-Bereiche, in denen Express- und Logistikgeschäft gebündelt sind. Zuletzt war die Post für 2011 von einem Ebit von weniger als 2,4 Milliarden Euro ausgegangen.

Dank Zuwächsen vor allem im Express-Geschäft bei der Tochter DHL und im deutschen Paketgeschäft sei der Umsatz im dritten Quartal um 2,5 Prozent auf 13,125 Milliarden Euro gestiegen, erklärte die Post. Der Konzern arbeitet dabei auch durch die Programme zur Kostensenkung aus der Vergangenheit profitabler: Das Ebit habe sich auf 646 (Vorjahr: 545) Millionen Euro verbessert. Von Reuters befragte Analysten hatten mit weniger gerechnet: Sie hatten im Durchschnitt Erlöse von 12,947 Milliarden Euro und ein Ebit von 586 Millionen Euro prognostiziert. „Langsam beginnt der Rubel zu rollen. Offenbar beginnt sich das Asien-Geschäft auszuzahlen“, bilanzierte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Post-Aktien waren in einem fallenden Markt mit einem Plus von mehr als vier Prozent auf 11,14 Euro der einzige Gewinner im Leitindex Dax .

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×