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19.04.2013

20:10 Uhr

Quartalszahlen

McDonald's muss um Kunden kämpfen

McDonald's ist längst kein Selbstläufer mehr. Auch der Fastfood-Riese muss mittlerweile um seine Kunden buhlen. Nur dank Neueröffnungen legten die Erlöse im ersten Quartal um ein Prozent zu.

Der Schnellimbiss-Konzern machte dafür am Freitag das schwierige wirtschaftliche Umfeld verantwortlich, in dem die Verbraucher weniger außer Haus essen würden. dpa

Der Schnellimbiss-Konzern machte dafür am Freitag das schwierige wirtschaftliche Umfeld verantwortlich, in dem die Verbraucher weniger außer Haus essen würden.

Oak BrookDer weltgrößten Burger-Kette McDonald's bläst ein schärferer Wind ins Gesicht. So mancher Stammkunde bleibt mittlerweile fern. Der Schnellimbiss-Konzern machte dafür am Freitag das schwierige wirtschaftliche Umfeld verantwortlich, in dem die Verbraucher weniger außer Haus essen würden.

Nur dank Neueröffnungen legten die Erlöse im ersten Quartal um 1 Prozent auf 6,6 Milliarden US-Dollar zu (5,0 Mrd Euro). Auf vergleichbarer Fläche ging der Umsatz aber sowohl in den USA, als auch in Europa und Asien zurück. Auch in Deutschland lief es laut McDonald's mau.

Fast Food: McDonald's kämpft gegen das Bestellchaos

Fast Food

McDonald's kämpft gegen das Bestellchaos

Wirtschaftsflaute und Bewusstseinswandel: McDonald's hat schon einmal bessere Zeiten erlebt. Heute legt die Hamburger-Kette ihre Zahlen vor – unzufriedene Kunden könnten dem Unternehmen das erste Quartal verderben.

Der Gewinn trat im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf der Stelle bei unterm Strich 1,3 Milliarden Dollar. Davon waren die Anleger wenig begeistert. Eigentlich sind sie von McDonald's Erfolgsmeldungen gewohnt. Der Aktienkurs sank bis zum Mittag in New York um mehr als 2 Prozent.

Die wertvollsten Fast-Food-Marken

Methodik

Einmal jährlich berechnet das US-Marktforschungsinstitut Millward Brown den Markenwert der wertvollsten Fast-Food-Ketten der Welt. Handelsblatt Online zeigt, welche Marken besonders gut abschneiden. (Stand: Mai 2013)

Platz 10

Taco Bell - Markenwert: 1,99 Milliarden Dollar

Die berühmte Burrito-Kette verkauft ihre mexikanischen Spezialitäten vor allem in den USA. Zwei Millionen Kunden und 5800 Filialen machen die Möchtegern-Mexikaner zu dem Umsatztreibern des Fast-Food-Riesens Yum!-Brands.

Platz 9

Burger King - Markenwert: 2,44 Milliarden Dollar

Was die Größe betrifft sind die Erfinder des Whoppers der größte McDonalds-Konkurrent. Beim Markenwert spielt die Burgerkette trotz 12.700 Filialen in 73 Ländern weltweit aber in einer anderen Liga.

Platz 8

Panera - Markenwert: 3,03 Milliarden Dollar

Die Backshop-Kette ist neu in den Top 10. Dort gibt es Brötchen, aber auch kleine Speisen wie Suppen. Die Kette hat mehr als 1700 Filialen in den USA und Kanada.

Platz 7

Tim Hortons - Markenwert: 3,38 Milliarden Dollar

Durch rasantes Wachstum hat die kanadische Kette in ihrem Heimatland sogar McDonald's überholt. In den 3300 Filialen werden besonders Kaffee und Donuts verkauft.

Platz 6

Chipotle - Markenwert: 4,97 Milliarden Dollar

Burritos und Tacos sind die Klassiker bei der US-Kette, die mexikanisches Essen serviert. Das Unternehmen wurde vor 20 Jahren gegründet und gehörte zwischendurch ein paar Jahre zu McDonald's.

Platz 5

Pizza Hut - Markenwert: 6,01 Milliarden Dollar

Die 12.000 Filialen der weltgrößten Pizzakette gehören ebenfalls zum Yum!-Imperium. Statt mit der klassischen italienischen Pizza feiert die Kette vor allem mit Pan-Pizzen Erfolge, die in der Pfanne serviert werden.

Platz 4

Kentucky Fried Chicken (KFC) - Markenwert: 9,95 Milliarden Dollar

Noch heute lächelt KFC-Gründer Colonel Harland Sanders von jedem Eimer mit Hähnchenflügeln, der über die Ladentheke geht. Die Kette, die ebenfalls zu Yum! gehört, steht seit mehreren Jahren in der Kritik von Tierschützern.

Platz 3

Subway - Markenwert: 16,69 Milliarden Dollar

Während Subway in den USA als beliebter Franchisepartner gilt, gingen der Sandwich-Kette in Deutschland reihenweise die Franchisenehmer von der Stange. Im Markenwert werden die US-Brötchengeber aber nur von zwei Konzernen geschlagen.

Platz 2

Starbucks - Markenwert: 17,89 Milliarden Dollar

Die Zeit des rasanten Wachstums ist vorbei. Die US-Kaffeekette wächst, aber die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren in der Bilanz. Im Markenwert ist trotzdem keine Kaffeekette besser – und Starbucks hat im Vorjahresvergleich stark zugelegt.

Platz 1

McDonald's - Markenwert: 90,26 Milliarden Dollar

Das goldene M, Heimat von Big Mac und Chicken McNuggets, ist beim Markenwert einsam an der Spitze. Mit 34.000 Filialen in 118 Ländern gibt es kaum einen Winkel der Welt, in dem der Fast-Food-Riese nicht aktiv ist.

Bereits im vergangenen Jahr hatte McDonald's seine liebe Not gehabt, die Kunden für sein Fastfood wie „Big Macs“ oder „Chicken McNuggets“ zu begeistern. Erschwerend hinzu kommt, dass der Rivale Burger King wieder besser dasteht. Er war im vergangenen Jahr an die Börse zurückgekehrt und hatte seine Restaurants und Menüs überholt.

Von

dpa

Kommentare (3)

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jargondefriaul

19.04.2013, 20:40 Uhr

Sind die Kunden, die über zwei Jahrzehnte dem an der Côte a Zur lebenden Gründer dieses Saufraßunternehmens die Taschen füllten, nun endlich selbst so dement, dass sie den Weg zu Mc einfach nicht mehr finden? Es ist ja nachgewiesen, dass dieser Ballast aus 99% gesättigten Fetten genauso wie Chips rasch zum mentalen Abbau führt, rascher als ohne diesen Ballast.

roterkaufmann

20.04.2013, 10:05 Uhr

da mc donalds weltweit nie ohne mcdonnell douglas erfolg haben konnte, geht mc donalds nun langsam den weg des schleichenden untergang.
-wie das us-imperium, das reich des bösen.

das sei purer antiamerikanismus? stimmt! die yankees haben einem dafür wohl seit jahrzehnten fast täglich gute gründe geliefert.

Giftige_Transfettsaeuren

20.04.2013, 10:19 Uhr

Seid ich das fastfood Zeugs nicht mehr konsumiere, gehts mir blendend und viel Geld spar ich dazu auch noch.
Du Menschen kommen wohl endlich zur Vernunft und erkennen, das gesunde Ernährung und Lebensweise ihre Lebensqualität und Gesundheit beträchtlich steigern kann. Sicher geht das nicht, wenn man sich bei den Fastfoodkonzeren deren wertlose überteuerte Industrienahrung reinhaut.

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