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26.10.2011

12:55 Uhr

Rechtsanwälte-Ranking

Das sind die Meister in Private-Equity-Fragen

VonConstanze Hacke

Ohne Rechtsschutzversicherung kann ein Prozess schnell ins Geld gehen. Handelsblatt Online sagt, was bei Prozessfinanzierer zu beachten ist und stellt die besten Experten für Private Equity und Wirtschaftsrecht vor.

Experten für Private Equity

Broich Bezzenberger

Christian Gehling (Frankfurt/Main)

Cleary Gottlieb Steen & Hamilton

Thomas M. Bühl (Frankfurt/Main)

Clifford Chance

Christopher Kellett (Frankfurt/Main)

Oliver Felsenstein (Frankfurt/Main)

CMS Hasche Sigle

Martin Bell (Frankfurt/Main)

Udo Simmat (Stuttgart)

Dewey & LeBoeuf

Benedikt von Schorlemer (Frankfurt/Main)

Freshfields Bruckhaus Deringer

Andreas von Werder (Frankfurt/Main)

Christoph Nawroth (Düsseldorf)

Ludwig Leyendecker (Köln)

Nils Matthias Koffka (Hamburg)

Gibson, Dunn & Crutcher

Philip Martinius (München)

Gleiss Lutz

Christian Cascante (Stuttgart)

Gerhard Wegen (Stuttgart)

Jan Bauer (Frankfurt/Main)

Rainer Loges (München)

Hengeler Müller

Achim Herfs (München)

Christof Jäckle (Frankfurt/Main)

Hans-Jörg Ziegenhain (München)

Julius Budde (Berlin)

Maximilian Schiessl (Düsseldorf)

Peter Weyland (Frankfurt/Main)

Reinhold Ernst (Düsseldorf)

Thomas Müller (Frankfurt/Main)

Hogan Lovells International

Dirk Besse (München)

Joachim W. Habetha (Frankfurt/Main)

Kirkland & Ellis

Volker Kullmann (München)

Latham & Watkins

Christina Ungeheuer (Frankfurt/Main)

Jörg Kirchner (München)

Linklaters

Rainer Traugott (München)

Ralph Drebes (Frankfurt/Main)

Ulrich Wolff (Frankfurt/Main)

Milbank, Tweed, Hadley & McCloy

Norbert Rieger (München)

Peter Nussbaum (München)

Mütze Korsch

Maximilian Koch (Düsseldorf)

Noerr

Georg Christoph Schneider (München)

Thomas Schulz (München)

P+P Pöllath + Partners

Andreas Rodin (Frankfurt/Main)

Frank Thiäner (München)

Matthias Bruse (München)

Michael Inhester (München)

Otto Haberstock (München)

Roos Legal

Michael Roos (Mainz)

SJ Berwin

Frank Vogel (Berlin)

Justus F. Binder (München)

Till Fock (Berlin)

Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom

Lutz Zimmer (München)

M. Jaletzke (Frankfurt/Main)

W. R. Henle (München)

Sullivan & Cromwell

Konstantin Technau (Frankfurt/Main)

Taylor Wessing

Peter Hellich (Düsseldorf)

Watson, Farley & Williams

Andreas Oldenbourg (München)

Peter Christian Schmidt (Hamburg)

Simon Preisenberger (München)

weil, Gotshal & Manges

Gerhard Schmidt (Frankfurt/Main)

White & Case

Andreas Stilcken (München)

Willkie Farr & Gallagher

Jochen Winter (Frankfurt/Main)

Mario Schmidt (Frankfurt/Main)

KölnEine Klage führen und das finanzielle Risiko abwälzen - das hört sich nach einem verlockenden Angebot an. Dennoch sind hierzulande Prozesskostenfinanzierer, die solche Dienste übernehmen, weitgehend unbekannt. So nahm etwa kaum jemand Notiz davon, dass Anfang des Monats die D.A.S. Prozessfinanzierung zur Legial umfirmierte. Dabei kann der Anbieter, wie die gesamte Branche, Erfolge vorweisen. Gerade erst wehrte sich ein mittelständischer Softwareunternehmer mit Unterstützung von Legial erfolgreich gegen den Internetriesen Google. Bei aussichtsreichen Klagen ab einem größeren Streitwert stehen die Prozesskostenfinanzierer den Anwälten und Mandanten mit Finanzkraft zur Seite. Die Gegenleistung: eine Beteiligung am erstrittenen Erlös.

Experten für Wirtschaftsstrafrecht

Brehm & Moers

Thilo Pfordte (München)

Clifford Chance

Heiner Hugger (Frankfurt/Main)

Dierlamm Rechtsanwälte

Alfred Dierlamm (Wiesbaden)

DLA Piper

Jürgen Taschke (Frankfurt/Main)

Dr. Günter Dörr & Partner

Felix Dörr (Frankfurt/Main)

Dr. iur. h.c. Gerhard Strate

Gerhard Strate (Hamburg)

Eisenmann Wahle Birk

Eberhard Wahle (Stuttgart)

Feigen Graf

Bernd Gross (Frankfurt/Main)

Hanns W. Feigen (Frankfurt/Main)

Walther Graf (Köln)

Franz Salditt

Franz Salditt (Neuwied)

Hamm Partner Rechtsanwälte

Rainer Hamm (Frankfurt/Main)

Regina Michalke (Frankfurt/Main)

Stefan Kirsch (Frankfurt/Main)

Kempf & Dannenfeldt

Eberhard Kempf (Frankfurt/Main)

Klaus Volk

Klaus Volk (München)

Knierim & Kollegen

Thomas C. Knierim (Mainz)

Krause Lammer Wattenberg

Carsten Wegner (Berlin)

Daniel M. Krause (Berlin)

Lohberger & Leipold Rechtsanwälte

Klaus Leipold (München)

MGR Rechtsanwälte

Gina Greeve (Frankfurt/Main)

Pricewaterhouse Coopers

Lars Kutzner (Berlin)

Redeker Sellner Dahs & Widmaier

Hans Dahs (Bonn)

Heiko H. Lesch (Bonn)

Schiller & Kollegen

Wolf Schiller (Frankfurt/Main)

Streck Mack Schwedhelm

Martin Wulf (Berlin)

Michael Streck (Köln)

Rainer Spatscheck (München)

Rolf Schwedhelm (Köln)

Thomas Deckers Wehnert Elsner

Anne Wehnert (Düsseldorf)

Marcus Mosiek (Düsseldorf)

Simone Kämpfer (Düsseldorf)

Sven Thomas (Düsseldorf)

Verjans Böttger Berndt

Marcus Böttger (Düsseldorf)

Markus Berndt (Düsseldorf)

Renate Verjans (Düsseldorf)

Wessing & Partner Rechtsanwälte

Heiko Ahlbrecht (Düsseldorf)

Jürgen Wessing (Düsseldorf)

Widmaier Norouzi Recjtsanwälte

Gunter Widmaier (Karlsruhe)

Das Modell der Prozesskostenfinanzierung stammt aus den USA. Vor dem Hintergrund, dass dort Mandanten, gleich ob sie verlieren oder gewinnen, ihre Anwaltskosten selbst tragen müssen, hat sich das Modell früh ausgeprägt. Seit gut einem Jahrzehnt ist diese Dienstleistung auch hierzulande zu haben. Rund ein Dutzend Anbieter teilt sich den Markt auf, wobei Foris als erstes Unternehmen in Deutschland aktiv wurde. Neben der Legial gibt es weitere Töchter von Versicherern wie die Allianz Prozessfinanz und die Roland Prozessfinanz. Daneben mischen Juratec, Jurafinance, Acivo, Slb-Verwaltungsgesellschaft und andere mit.

Experten für Insolvenzrecht und Restrukturierung

Allen & Overy, Frankfurt/Main

Peter H. Hoegen

CMS Hasche Sigle, Frankfurt/Main

Michael C. Frege

Dr. Pannen Rechtsanwälte, Hamburg

Klaus Pannen

Freshfields Bruckhaus Deringer, Hamburg

Lars Westpfahl

Gleiss Lutz, München

Burkard Göpfert

Görg Rechtsanwälte, Essen

Helmut Balthasar

Görg Rechtsanwälte, Köln

Klaus Hubert Görg

Hengeler Mueller, München

Achim Herfs

Heuking Kühn Lüer Wojtek, Köln

Hans-Jochem Lüer

Hogan Lovells International, Hamburg

Jörg Paura

Jaffé Rechtsanwälte Insolvenzverwalter, München

Michael Jaffé

Linklaters, Frankfurt/Main

Kolja von Bismarck

Markus Hartung, Berlin

Markus Hartung

Müller-Heydenreich Beutler & Kollegen, München

Axel Bierbach

Piepenburg-Gerling, Düsseldorf

Horst Piepenburg

Pluta Rechtsanwalts GmbH, München

Martin Prager

Salans, Berlin

Andreas Ziegenhagen

Wellensiek Rechtsanwälte, Heidelberg

Jobst Wellensiek

White & Case, Berlin

Christoph Schulte-Kaubrügger

White & Case, Hamburg

Sven-Holger Undritz

Das Prinzip ist einfach: Die Prozesskostenfinanzierung ist die Rechtsschutzversicherung "für danach", so Professor Hans-Peter Schwintowski von der Berliner Humboldt-Universität. "Der Versicherungsfall ist eingetreten, aber ich habe keine Rechtsschutzversicherung. Stattdessen kann ich in diesem Fall zu einem Prozessfinanzierer gehen und meine Ansprüche über ihn realisieren."

Das macht den Unterschied zwischen Prozesskostenfinanzierung und Rechtsschutzversicherung aus: Die Rechtsschutzversicherung wird von ihren Beiträgen finanziert. Mit der Police wird ein grundsätzlicher Vertrag abgeschlossen, für den Prämien fällig werden müssen. Ein Versicherungsunternehmen hat meist Millionen Kunden im Bestand, von denen vielleicht zwei bis drei Prozent einen Schadensfall pro Jahr anmelden. Die Prozesskostenfinanzierung hingegen nimmt nur im Einzelfall das Risiko an. Im Erfolgsfall wird kassiert. Die Beteiligung liegt im Schnitt bei 20 Prozent. Bei Fällen mit niedrigerem Streitwert kann auch ein knappes Drittel des Betrags als Erfolgsbeteiligung eingefordert werden. Faustformel: Je größer der Fall, desto geringer die prozentuale Erfolgsbeteiligung. Wenn der Prozess jedoch verlorengeht, bezahlt der Kunde gar nichts - noch nicht einmal eine Prämie.

Experten für Kartellrecht

Cleary Gottlieb Steen & Hamilton (Köln)

Dirk Schroeder (Köln)

Romina Polley (Köln)

Clifford Chance

Joachim Schütze (Düsseldorf)

Marc Besen (Düsseldorf)

CMS Hasche Sigle

Heinz-Joachim Freund (Frankfurt/Main)

Commeo

Joerg-Martin M. Schultze (Frankfurt/Main)

Freshfields Bruckhaus Deringer

Andreas Röhling (Köln)

Burkhard Richter (Düsseldorf)

Gerhard Wiedemann (Düsseldorf)

Hans-Joachim Prieß (Berlin)

Peter Niggemann (Düsseldorf)

Thomas Lübbig (Berlin)

Tobias Klose (Düsseldorf)

Gleiss Lutz

Ingo Brinker (München)

Rainer Bechtold (Stuttgart)

Wolfgang Bosch (Frankfurt/Main)

Haver & Mailänder

K. Peter Mailänder (Stuttgart)

Hengeler Mueller

Christoph Stadler (Düsseldorf)

Horst Satzky (Frankfurt/Main)

Jochen Burrichter (Düsseldorf)

Markus Röhrig (Düsseldorf)

Thorsten Mäger (Düsseldorf)

Linklaters

Daniela Seeliger (Düsseldorf)

Wolfgang Deselaers (Düsseldorf)

Lubberger Lehment

Andreas Lubberger (Berlin)

Luther Rechtsanwaltsgesellschaft

Holger Stappert (Düsseldorf)

Milbank, Tweed, Hadley & McCloy

Alexander Rinne (München)

Noerr

Karsten Metzlaff (Berlin)

Schulte Riesenkampff

Christoph Peter (Frankfurt/Main)

Josef Lothar Schulte (Frankfurt/Main)

SJ Berwin

Tilman Siebert (München)

Sorainen

Alexander Riesenkampff (Frankfurt/Main)

SZA Schilling, Zutt & Anschütz

Hans-Joachim Hellmann (Mannheim)

Taylor Wessing

Holger Wissel (Düsseldorf)

Wilmer Hale

Ulrich Quack (Berlin)

Damit ist die wichtigste Voraussetzung des Modells die Erfolgsaussicht des Rechtsstreits. Ein Prozesskostenfinanzierer engagiert sich nur dann, wenn er davon ausgeht, dass sein Kunde gewinnen kann. "Die Unternehmen suchen in der Regel nach Fällen mit Erfolgsaussichten zwischen 70 und 80 Prozent", sagt Jurist Schwintowski, der an der Humboldt-Universität unter anderem die Forschungsstelle für Gerichtskostenfinanzierung leitet. Das Rechtsdienstleistungsgesetz verbietet den Finanzierern indes, sich in die Prozessführung einzumischen.

Allerdings befassen sich Anbieter auch jenseits möglicher Erfolgsaussichten nicht mit jedem Fall. "Zahlreiche Prozessfinanzierer haben einen Mindeststreitwert, der bei Rechtsschutzversicherungen entfällt", erläutert Swen Walentowski vom Deutschen Anwaltverein. Die Anforderungen an den Streitwert sind bei den verschiedenen Anbietern am Markt unterschiedlich. Grundsätzlich aber gilt: Der Streitwert muss entsprechend hoch sein, damit sich das Risiko des Prozessfinanzierers rechnet.

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