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24.07.2017

13:47 Uhr

Reckitt Benckiser

Cyber-Angriff zieht sich durch Bilanz

Der Hackerangriff auf Reckitt Benckiser hat weitreichende Folgen für den britischen Konsumgüterkonzern. Die Attacke hat Spuren in der Bilanz des Unternehmens hinterlassen und verhindert eine Rückkehr zur Normalität.

Der Konsumgüterkonzern war im Juni Opfer eines Hackerangriffs geworden. Reuters

Produkte von Reckitt Benckiser

Der Konsumgüterkonzern war im Juni Opfer eines Hackerangriffs geworden.

DüsseldorfDie Cyber-Attacke im vergangenen Monat hat beim britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser Spuren in der Bilanz und im operativen Geschäft hinterlassen. Der für seine Produkte Calgon, Sagrotan und Vanish bekannte Reinigungsmittel-Hersteller sei noch nicht zur Normalität zurückgekehrt, sagte Firmenchef Rakesh Kapoor am Montag. Zwar laufe die Produktion zum großen Teil wieder unter Vollauslastung. Aber erst im Laufe des dritten Quartals würden alle Probleme beseitigt sein. Hinzu käme ein sich verschärfender Wettbewerb. Vor dem Hintergrund sei die Jahresprognose ein „ehrgeiziges Ziel“, betonte Kapoor.

Nachdem Ende Juni der Cyber-Angriff die Produktion und Auslieferung lahmgelegt hatte, hatte der Manager seine Jahresprognose kassiert. Statt eines Umsatzanstiegs um drei Prozent peilt Kapoor nun ein Plus von zwei Prozent an.

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Reckitt Benckiser ist der erste Konzern, der die Kosten des jüngsten Cyberangriffs beziffert. Teile der Produktion und Auslieferung fielen aus. Nun senkt der Hersteller von Sagrotan und Durex-Kondomen die Umsatzprognose.

Im ersten Halbjahr erlöste Reckitt 5,6 Milliarden Euro, ein Plus von 14 Prozent. Rechnet man aber Wechselkurseffekte und Übernahmen heraus, so sank der Umsatz um ein Prozent. Der bereinigte Gewinn legte um 14 Prozent auf 993,5 Millionen Euro. „Das ist eine sehr magere Entwicklung - die schlechteste in der Geschichte von Reckitt Benckiser – einem Unternehmen, das sich Spitzenwachstum zum Ziel gesetzt hat“, kommentierten Bernstein-Analysten.

Reckitt setzt seit einiger Zeit mit Zukäufen vor allem auf eine Expansion in der wachsenden Gesundheitsbranche. Erst im Februar vereinbarte der Konzern die knapp 14,5 Milliarden Euro schwere Übernahme des US-Babynahrungsherstellers Mead Johnson. Dafür verkaufte Kapoor für 3,6 Milliarden Euro die Lebensmittelsparte RB Foods.

Von

rtr

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