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21.05.2014

13:54 Uhr

Reederei-Konzern

Moeller-Maersk startet fulminant

Moeller-Maersk startet mit enormen Zuwächsen ins neue Geschäftsjahr. Der weltgrößte Reederei-Konzern steigerte im ersten Quartal seinen Gewinn um 1,2 Milliarden Euro. Die Erwartungen mussten nach oben korrigiert werden.

Moeller-Maersk ist der weltgrößte Reederei-Konzern. dpa

Moeller-Maersk ist der weltgrößte Reederei-Konzern.

KopenhagenAufwind in fast allen Geschäftsbereichen hat dem weltgrößten Reedereikonzern A.P. Moeller-Maersk einen mächtigen Gewinnsprung im ersten Quartal verschafft. Das Unternehmen verbuchte unter dem Strich einen Gewinn von 1,2 Milliarden US-Dollar (rund 875 Millionen Euro) - ein Plus von 53 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten 2013.

„Hohe Auslastung und weitere Kostensenkungen beeinflussten Maersk Line positiv“, erklärte Konzernchef Nils S. Andersen am Mittwoch in Kopenhagen. Nicht nur in der Containerschifffahrt, sondern auch mit seinen Hafenanlagen verdiente das Unternehmen mehr als im Vorjahreszeitraum. In der Ölsparte blieb der Gewinn etwa gleich, lediglich beim Bohr-Dienstleister Maersk Drilling sackte er ein. Der Konzern begründete das auch mit Anlaufkosten für neue Anlagen.

Die größten Reedereien der Welt

Platz 10

OOCL – 104 Schiffe

Die Orient Overseas Container Line wurde 1947 in Shanghai durch den Unternehmer Tung Chao Yung unter dem Namen „Orient Overseas Line“ gegründet. Noch im selben Jahr begann Tung regelmäßiger Routen nach Nordamerika und Europa zu etablieren. Auf der Flucht vor den Kommunisten siedelte Tung mit seinem 1949 nach Hongkong um. 1969 wurde das Unternehmen zur „Orient Overseas Container Line“ und transportierte als erste asiatische Reederei regelmäßig Containerfracht über den Pazifik. Von 1979 bis 1989 stand mit dem Öltanker Seawise Giant das bis heute größte jemals (nicht an einem Stück) gebaute Schiff im Dienst der Flotte.

Quelle: Alphaliner, Stand 06. Januar 2016

Platz 9

CSCL - 124 Schiffe

Die China Shipping Container Lines (CSCL) gehören zu den jüngsten Reedereien der Containerschifffahrt und gehört zur China Shipping Group. Seit 1997 expandiert die chinesische Reederei massiv – und steuert alleine in China über 40 Häfen an.

Platz 8

Hamburg Süd – 134 Schiffe

Es ist ein Unternehmen mit Tradition: Hamburg Süd ging 1871 aus dem Zusammenschluss von elf Hamburger Handelsgesellschaften hervor. Heute gehört die Reederei zum Oetker-Konzern. Im März 2015 übernahm sie den chilenischen Konkurrenten CCNI.

Platz 7

PIL – 147 Schiffe

Mit der Küstenschifffahrt und kleinen Liniendiensten von Singapur in die Häfen Südostasiens begann 1967 die Erfolgsgeschichte der Pacific International Lines. In den folgenden Jahrzehnten dehnte die Reederei ihr Containerliniennetz von Asien nach Europa und schließlich in die ganze Welt aus. Bis heute ist PIL ein Familienunternehmen.

Platz 6

Cosco - 169 Schiffe

Die China Ocean Shipping Company wurde in Europa bekannt, weil die Reederei in der Finanzkrise 50 Prozent der Anteile am Hafen in Piräus übernommen hat. In der Containerschifffahrt haben die Chinesen ihr weltweites Netz in den vergangenen Jahren sukzessive ausgebaut.

Platz 5

Hapag-Lloyd - 172 Schiffe

Hapag-Lloyd ging 1970 aus der Fusion von Hapag und Norddeutschem Lloyd hervor. 2014 übernahm der Konzern den chilenischen Konkurrenten CSAV, um im Wettbewerb der Großen mithalten zu können. Muttergesellschaft ist der Tui-Konzern.

Platz 4

Evergreen - 192 Schiffe

Anders als der Name vermuten lässt, kommt die Reederei Evergreen aus China, genauer: aus Taipeh. Zum Konzern gehören die Uniglory Marine aus Taiwan, die Evergreen Marine UK (vorher: Hatsu Marine) aus Großbritannien und die Lloyd Triestino (einst Österreichischer Lloyd, seit 2006 Italia Marittima). Darüber hinaus hält die Reederei Beteiligungen an der Fluggesellschaft Eva Air und an der Hotelkette Evergreen Laurel.

Platz 3

CMA CGM - 461 Schiffe

Aus Compagnie Générale Maritime (CGM) und der Compagnie Maritime d'Affrètement (CMA) entstand 1999 die größte Reederei Frankreichs, die auch weltweit in der Top drei landet. Mit der CMA CGM Marco Polo betreibt das Unternehmen eines der größten Containerschiffe der Welt, an Bord ist Platz für über 16.000 Container.

Platz 2

MSC - 487 Schiffe

Eine der größten Reedereien der Welt kommt ausgerechnet aus der Schweiz. Die Mediterranean Shipping Company (MSC) aus Genf wuchs jahrelang rasant durch den Kauf gebrauchter Containerschiffe, bestellt mittlerweile aber auch neue Schiffe. Wichtigster Umschlagplatz ist der Hafen in Antwerpen, weltweit steuert die Reederei 270 Häfen an.

Platz 1

APM-Maersk - 585 Schiffe

Das größte Containerimperium der Welt wird von Kopenhagen aus gesteuert. Seit 1904 sind die Dänen im Frachtgeschäft tätig und unterhalten mittlerweile Niederlassungen in 135 Ländern. Neben der Containerschifffahrt gehört auch die Öl- und Gasförderung zum Geschäft von Maersk.

Seinen Umsatz konnte Maersk im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht um ein Prozent auf 11,74 Milliarden Dollar (rund 8,6 Mrd. Euro) steigern. Für 2014 geht der Reedereikonzern von einem Ergebnis über dem des Vorjahres (3,8 Milliarden US-Dollar) aus. Die Prognose sei aber großen Unsicherheiten in der Branche ausgesetzt, etwa in Hinsicht auf Ölpreis und Containerraten.

Im Januar hatte sich Moeller-Maersk von seiner Supermarktsparte getrennt und damit einen Buchgewinn von etwa 14 Milliarden Kronen (rund 1,9 Mrd. Euro) eingestrichen. Käufer ist die Salling-Gruppe, der langjährige Partner im Einzelhandelsgeschäft der Dänen. Der Verkauf wurde am 11. April abgeschlossen.

Von

dpa

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