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11.09.2014

21:03 Uhr

Reedereien

Grünes Licht für Hapag-Lloyd-Fusion

Der Zusammenschluss zwischen Hapag-Lloyd und den Chilenen CSAV soll die viertgrößte Reederei der Welt entstehen lassen. Eine weitere Hürde auf diesem Weg ist nun genommen: Die EU hab für das Vorhaben ihr okay.

Hapag-Lloyd und die chilenische Reederei CSAV wollen zur viertgrößten Reederei der Welt fusionieren. dpa

Hapag-Lloyd und die chilenische Reederei CSAV wollen zur viertgrößten Reederei der Welt fusionieren.

FrankfurtDeutschlands größte Reederei Hapag-Lloyd kommt der geplanten Fusion mit ihrem chilenischen Konkurrenten CSAV einen weiteren Schritt näher. Die EU-Kommission genehmigte den Zusammenschluss zur weltweit viertgrößten Containerlinie unter bestimmten Bedingungen, wie die Wettbewerbshüter am Donnerstag mitteilten.

Voraussetzung sei, dass die beiden Unternehmen einige überlappende Strecken ihrer jeweiligen Allianzen abgäben. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits vergangene Woche über die bevorstehende Freigabe der Fusion berichtet.

Die Kartellwächter in den USA hatten ihre Zustimmung zu der geplanten Fusion bereits Anfang August gegeben. Insgesamt müssen etwa 15 Kartellbehörden rund um den Globus den geplanten Deal absegnen. Zu den wichtigsten, die noch ausstehen, zählen die in China, Brasilien und Chile.

Eine Allianz der drei weltgrößten Containerlinien Maersk, MSC und CMA CGM war im Juni am Einspruch Chinas gescheitert. Hapag-Lloyd und CSAV wollen ihre Fusion bis zum Jahresende unter Dach und Fach bringen. Hapag-Lloyd gehört der G6-Allianz mit mehreren Reedereien aus Asien an. CSAV ist in keinem Bündnis.

Durch den Zusammenschluss von Hapag-Lloyd mit der Compania Sud Americana de Vapores (CSAV) entsteht die viertgrößte Linienreederei der Welt mit rund 200 Schiffen und einem Jahresumsatz von rund neun Milliarden Euro.

Damit der Wettbewerb nicht beeinträchtigt wird, muss sich CSAV der EU-Entscheidung zufolge aus zwei Konsortien im Handel zwischen Nordeuropa und der Karibik einerseits und Nordeuropa und der Westküste Südamerikas andererseits zurückziehen.

Das Containergeschäft von CSAV soll vollständig in Hapag-Lloyd aufgehen. Die Chilenen würden dafür zunächst mit 30 Prozent an Hapag-Lloyd beteiligt. Nach dem Vollzug der Transaktion ist eine Kapitalerhöhung geplant, die wesentlich von CSAV gezeichnet wird.

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Dadurch soll der Anteil von CSAV an Hapag-Lloyd auf 34 Prozent steigen. Die Chilenen wären damit die größten Anteilseigner, denn die Anteile der Stadt Hamburg und des Unternehmens Klaus-Michael Kühne sinken bei der Fusion. Das Bündnis soll Kern einer größeren Gruppe werden, die Kühne schon seit längerem vorschwebt.

Von

rtr

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