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11.02.2014

08:53 Uhr

Reisekonzern

Thomas Cook profitiert vom Sparkurs

Erholung pur? Der britische Reiseveranstalter Thomas Cook verzeichnet im ersten Quartal weiter Verluste. Dennoch blickt das Unternehmen optimistisch auf die Entwicklungen im Sommer.

Noch nicht in luftigen Höhen – aber in sichererem Fahrwasser: Der Reisekonzern Thomas Cook. dpa

Noch nicht in luftigen Höhen – aber in sichererem Fahrwasser: Der Reisekonzern Thomas Cook.

LondonDer britische Reiseveranstalter Thomas Cook kommt mit seinem Sparkurs voran. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres per Ende Dezember erwirtschaftete der weltweit älteste Touristikkonzern einen operativen Verlust von 56 Millionen Pfund. Das seien 15 Prozent weniger als vor Jahresfrist, teilte der britische Rivale des europäischen Marktführers Tui am Dienstag mit. Zugleich machen aber Unruhen in wichtigen Ferienzielen wie Ägypten dem Konzern weiter zu schaffen. Der Umsatz sank um 0,9 Prozent auf 1,66 Milliarden Pfund.

Für den Sommer zeigte sich das Unternehmen zuversichtlicher. Die Buchungen entwickelten sich wie erwartet, erklärte das Unternehmen. In den ersten Monaten des Jahres buchen viele Urlauber ihren Sommerurlaub. In dieser Zeit werden daher die Weichen für die Gewinne im Gesamtjahr gestellt.

Welche Nation ist Reiseweltmeister?

Platz 10

Italien: Die Italiener, selbst mit einem wunderschönen Land gesegnet, gaben im Jahr 2012 über 20 Milliarden US-Dollar für Reisen ins Ausland aus.

(Quelle: UNWTO, Commerzbank Research)

Platz 9

Australien: Die Australier sind reisesüchtig. Man trifft sie an allen touristischen Hotspots der Welt. Entsprechend hoch sind ihre Ausgaben für Reisen ins Ausland - 2012 betrugen diese über 25 Milliarden US-Dollar.

Platz 8

Japan: Die Bewohner des Inselstaates gaben im vergangenen Jahr knapp unter 30 Milliarden US-Dollar bei Auslandsreisen aus. Sie bevorzugen Ziele in China, Südkorea oder den USA.

Platz 7

Kanada: Auch die Kanadier sind reisefreudig. Sie gaben im Jahr 2012 geschätzte 33 Milliarden US-Dollar dafür aus. Sie mögen besonders gerne europäische Städte: Paris und London zum Beispiel.

Platz 6

Russland: Die Russen gaben im vergangenen Jahr knapp 40 Milliarden US-Dollar bei ihren Reisen ins Ausland aus. Ein besonders beliebtes Reiseziel für betuchte Gäste aus Sankt Petersburg und Moskau: Die Mittelmeerinsel Zypern.

Platz 5

Die Franzosen gaben im Jahr 2012 knapp 40 Milliarden US-Dollar für Reisen aus.

Platz 4

England: Die Touristen aus den britischen Inseln reisen gerne nach Südeuropa - dahin, wo die Sonne den ganzen Tag scheint und das Essen schmeckt. Für ihre Reiseaufenthalte gaben die Briten im Jahr 2012 über 50 Milliarden US-Dollar aus.

Platz 3

BRD: Deutschland, lange Jahre der Reiseweltmeister, rutscht vom Thron auf Platz drei ab. Die Ausgaben betrugen das Jahr 2012 geschätzt 82 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Amerika: Die US-Amerikaner bleiben freudige Fernreisende. Egal, ob in der Welt oder im eigenen Land, wo sie auf faszinierende Ziele wie den Grand Canyon treffen. Ihre Ausgaben für Tourismus & Co lagen im Jahr 2012 bei über 85 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

China: Die Touristen aus dem Reich der Mitte haben nicht nur die Deutschen vom Thron der Vielreisenden geschubst, sondern sie geben auch das meiste Geld bei ihren Reisen aus. Schätzungen zufolge betrugen die Urlaubsausgaben der Chinesen im Jahr 2012 über 90 Milliarden US-Dollar. Die Ausgaben nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent zu. Die Chinesen sind damit Reiseweltmeister.

Die Unternehmen, die unmittelbar mit chinesischen Touristen zu tun haben, stellen sich auf den Ansturm aus Asien ein. Zum Beispiel am Frankfurter Flughafen: Dort sprechen einzelne Mitarbeiter in Duty-Free-Shops mittlerweile Mandarin.

Thomas Cook hatte lange mit rückläufigen Erlösen zu kämpfen und legte deswegen ein Sparprogramm auf. Die Flugbörse Gold Medal wurde für 45 Millionen Pfund an eine Tochter der arabischen Fluggesellschaft Emirates verkauft.

Von

rtr

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