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08.03.2011

18:33 Uhr

Reisekonzern

Tui freut sich über Reiseboom

Der Reisekonzern Tui verzeichnet einen Boom bei Urlaubsreisen - und zwar so gut wie schon lange nicht mehr. Dass viele Kunden schon so früh im Jahr buchen, freut Tui ganz besonders.

Tui-Chef Michael Frenzel. Quelle: dpa

Tui-Chef Michael Frenzel.

BerlinDeutschlands führender Reiseveranstalter Tui meldet einen Tag vor Beginn der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB) steigende Buchungszahlen. „Das Geschäft mit Urlaubsreisen boomt wie lange nicht“, sagte der Chef von Tui-Deutschland, Volker Böttcher, am Dienstag in der Hauptstadt. Auch die Rückgänge der Reisezahlen nach Nordafrika könnten den Aufwärtstrend nicht stoppen.

So verzeichne Tui im Sommer prozentual zweistellige Zuwächse. Auch habe die Zahl der Frühbucher gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent zugenommen. „2011 wird kein Last-Minute-Jahr, so viel ist sicher“, betonte Böttcher.

Die politische Krise in Tunesien und Ägypten hat zu deutlichen Buchungsrückgängen bei Reisen in die beiden Länder geführt. Tunesien liegt in der Wintersaison um 28 Prozent hinter dem Vorjahr zurück, im Sommer gar um 50 Prozent. In Ägypten verzeichnet Tui für den Winter einen Buchungsrückgang von knapp 24 Prozent und für den Sommer von 22 Prozent. Trotz günstiger Angebote am Markt ziehe die Nachfrage nach Urlaubsreisen in diese beiden Staaten nur sehr langsam an, sagte der Tui-Chef. Eine Normalisierung des Geschäfts sei hier gegen Ende der Sommersaison möglich.

Die Nachfrage nach Reisezielen in Europa dagegen legt stark zu. Nach Verlusten in den vergangenen Jahren melde sich Spanien wieder kräftig zurück, unterstrich der Tui-Chef. Vor allem Mallorca beeindrucke mit einem Buchungsplus von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Türkei konnte wie in den vergangenen Jahren ihr Wachstum mit 24 Prozent Buchungsplus fortsetzen. Auch Griechenland hat sich mit einer um fünf Prozent gestiegenen Nachfrage von dem schwierigen Vorjahr erholt. Der Deutschland-Urlaub legte stark mit 28 Prozent zu. Nur die Schweiz verzeichne wegen des starken Franken ein Minus von neun Prozent bei den Buchungen, sagte Böttcher. Der Fernreiseboom setze sich trotz der Preissteigerungen durch die Kerosin-Zuschläge und die Luftverkehrsabgabe ebenfalls fort.

 

Von

dapd

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