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29.03.2012

10:54 Uhr

Reiseveranstalter

TUI Travel macht gutes Sommergeschäft

Die britische Tochter von Reisekonzern Tui ist zufrieden mit den bisherigen Buchungen für den Sommer. Schwächen von Rivale Thomas Cook auf dem britischen Markt und anziehende Buchungszahlen sorgen für Optimismus.

In der Konzernzentrale in Hannover ist man zufrieden mit den Zahlen von TUI Travel. Reuters

In der Konzernzentrale in Hannover ist man zufrieden mit den Zahlen von TUI Travel.

London/Crawley/HannoverDer Reiseveranstalter Tui Travel zeigt sich zu Beginn des wichtigen Sommergeschäfts optimistisch. Seit Anfang Februar hätten die Buchungszahlen für die Sommersaison in allen großen Märkten angezogen, teilte die an der Londoner Börse gelistete Tochter des deutschen Reisekonzerns Tui mit. Insgesamt entspreche die Buchungslage den eigenen Erwartungen. Der Umsatz mit direkten Einzelbuchungen von Hotels und Dienstleistungen in Feriengebieten legte laut Tui Travel um 32 Prozent zu. Weniger gut liefen aber die Geschäfte in Frankreich. Hier leide Tui Travel darunter, dass nach den politischen Umwälzungen in Tunesien und Ägypten vor über einem Jahr kaum noch Franzosen nach Nordafrika reisten.

In Großbritannien profitiere Tui Travel weiter von der Schwäche des angeschlagenen Rivalen Thomas Cook. „Wir sind mit der Entwicklung der Buchungen und Preise in Großbritannien zufrieden, wo wir weiterhin schneller wachsen als der Markt und gute Online-Verkäufe haben“, sagte Tui-Travel-Chef Peter Long. Bereits im Winter hätte die Nachfrage der Briten die Erwartungen des Unternehmens übertroffen; Erträge und Auslastungen hätten sich verbessert.

Doch auch für Thomas Cook gibt es einen Silberstreif am Horizont. Die Buchungen auf dem britischen Heimatmarkt schnellten in den vergangenen vier Wochen um rund ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahr nach oben, teilte das Traditionsunternehmen mit. Die Firma führt den Erfolg auf eine verbesserte Internetseite und eine Werbekampagne zurück. Die Lage bei Thomas Cook - in Deutschland mit Marken wie Neckermann, Bucher und Öger Tours vertreten - ist ernst. Nach drei Gewinnwarnungen im vergangenen Jahr musste der zweitgrößte europäische Reiseveranstalter im November bei seinen Gläubigern um eine Geldspritze anklopfen. Den Schuldenberg will Thomas Cook nun durch den Verkauf von Firmenteilen abtragen. Im Februar wurde das Indiengeschäft zur Disposition gestellt.

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