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09.08.2012

09:35 Uhr

Reiseveranstalter

Tui Travel spürt wachsende Reiselust

Die britische Tui-Tochter blickt zuversichtlich auf die Sommersaison. Briten buchen verstärkt Individualurlaube und Deutsche reisen wieder gern nach Griechenland. Doch im abgelaufenen Quartal gingen Umsatz und Gewinn zurück.

Nach drei Quartalen verzeichnet Tui Travel ein Umsatzplus von zwei Prozent. dpa

Nach drei Quartalen verzeichnet Tui Travel ein Umsatzplus von zwei Prozent.

CrawleyEuropas größter Reiseveranstalter Tui Travel blickt angesichts anziehender Urlaubsbuchungen mit wachsender Zuversicht auf die Sommersaison. „Wir sehen eine starke Nachfrage für den Hochsommer“, sagte Tui-Travel-Chef Peter Long am Donnerstag bei der Vorlage von Quartalszahlen in Crawley bei London.

In Großbritannien verkauft die wichtigste Tochter des deutschen Reisekonzerns Tui zwar weniger Urlaube als ein Jahr zuvor, dafür entfallen fast zwei Drittel aller Buchungen auf die lukrativeren differenzierten Angebote. Die Deutschen buchen wieder verstärkt Griechenland-Reisen, mehr als 80 Prozent der Angebote sind verkauft. Nur mit der Entwicklung in Frankreich ist die Unternehmensspitze überhaupt nicht zufrieden.

Im dritten Geschäftsquartal von April bis Juni ging wegen der früheren Osterferien das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis um 16 Prozent auf 74 Millionen (93,8 Mio Euro) zurück. Auch der Umsatz sank im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 3,69 Milliarden Pfund.

Auf die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs gesehen liegt Tui Travel mit einem Umsatz von 9,1 Milliarden Pfund mit zwei Prozent im Plus. Unter dem Strich weitete sich der Verlust allerdings um acht Prozent auf 284 Millionen Pfund aus. Reiseveranstalter fahren den Großteil ihrer Gewinne in der Sommersaison ein. Damit gleichen sie die üblichen Verluste aus dem Winterhalbjahr aus.

Der schwache Euro kommt dem Unternehmen dabei gar nicht zupass, muss Tui Travel die in Euro erzielten Gewinne doch am Ende für sich in Pfund umrechnen. Dennoch erwartet Long, dass das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September die Erwartungen erfüllt.

Von

dpa

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