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31.01.2005

14:00 Uhr

"Rendite-Ziel ehrgeizig"

DBAG will wieder Dividende zahlen

Zukünftig will die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) ihren Aktionären eine stabilere Dividende zahlen. Vorstandschef Wilken von Hodenberg bezeichnete allerdings das Ziel, eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von 15 Prozent zu erreichen, als ehrgeizig.

HB FRANKFURT. „Das ist natürlich sportlich“, sagte Hodenberg am Montag in Frankfurt. Es müsse aber dabei bleiben, deutlich mehr als die Eigenkapitalkosten von neun Prozent zu verdienen. Im vergangenen Jahr 2003/04 (zum 31. Oktober) hat die DBAG ihren Gewinn - dank wesentlich höherer Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen und viel geringeren Wertberichtigungen - fast versechsfacht: Es blieb unter dem Strich ein Gewinn von 18,2 Mill. €, nach 3,1 Mill. im Jahr zuvor. Das entsprach einer Netto-Rendite von 11,5 %.

Den Anteilseignern will die im Kleinwerte-Index SDax gelistete DBAG nun eine Dividende von 0,33 € je Aktie zahlen, nachdem die Gewinnbeteiligung im Vorjahr ausgefallen war. „Wir verfolgen eine neue Dividendenpolitik“, sagte Hodenberg. Bisher seien meist 90 % des stark schwankenden Gewinns ausgezahlt worden. „Jetzt ist uns eher an einer stabilen Dividende gelegen, die auch moderat steigen kann.“ Die Dividendenrendite für das Jahr 2003/04 habe - bezogen auf den Durchschnittskurs der Aktie - bei drei Prozent gelegen.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2004/05 habe die DBAG ihren Anteil an Funkwerk - 500 000 Aktien oder gut sechs Prozent aller Papiere - mit Gewinn verkauft. Dabei sei je Aktie ein Gewinn von fünf Euro - zusammen also 2,5 Mill. € - gemacht worden. Die im Technologie-Index TecDax notierten Funkwerk-Papiere hatte die DBAG für das Ausscheiden an der Beteiligungsholding Hörmann erhalten.

Zudem sei im laufenden Geschäftsjahr bereits die Beteiligung an der amerikanischen Edgen Corp. verkauft worden. Wegen der schwachen Entwicklung des US-Dollar sei allerdings kein Gewinn übrig geblieben.

Die DBAG beteiligt sich bevorzugt an mittelständischen Unternehmen, um ihren Anteil nach einigen Jahren - etwa nach Restrukturierungen - Gewinn bringend zu veräußern. Derzeit hat die DBAG 40 Unternehmen Eigenkapital in Höhe von rund 300 Mill. € zur Verfügung gestellt, weitere rund 240 Mill. € haben von der DBAG betreute Fonds investiert.

Die Bilanz wurde mit Beginn des neues Jahres auf den internationalen Standard IFRS umgestellt. Dadurch seien die Beteiligungen nicht mehr zu den historischen Anschaffungskosten, sondern zu ihrem aktuellen Wert in den Büchern angesetzt. Das werde zu einer höheren Volatilität beim Ergebnis und dem Eigenkapital führen. DBAG-Aktien stiegen am Montag um knapp drei Prozent auf 11,28 €.

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