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25.11.2011

17:00 Uhr

René Benko

Kaufhof-Bieter im Visier der Staatsanwälte

VonStefan Menzel

Die Staatsanwaltschaft in Wien ermittelt gegen den Kaufhof-Bieter René Benko wegen des Verdachts der Geldwäsche. Benko, der als Favorit im Bieterkampf um die Metro-Tochter gilt, spricht von einer Schmutzkübelkampkampage.

Der Chef der Signa Holding, René Benko, bietet für die Warenhauskette Kaufhof. dpa

Der Chef der Signa Holding, René Benko, bietet für die Warenhauskette Kaufhof.

WienÜber die Ermittlung berichtete die österreichische Tageszeitung „Die Presse“ am Freitag. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Österreichs Hauptstadt habe die Ermittlungen bestätigt. Zu den Details der Untersuchungen gegen den Tiroler Immobilien-Milliardär wollte sich die Sprecherin demnach nicht äußern. Die Strafermittler seien schon länger mit den Ermittlungen betraut und gingen keiner anonymen Anzeige nach. Die Wiener Staatsanwaltschaft sei im Besitz „großer Mengen“ von Unterlagen, die derzeit noch ausgewertet würden.

René Benko zeigte sich am Freitag von den Vorwürfen überrascht. Er habe zuvor noch nichts von den Ermittlungen gehört. Die Staatsanwaltschaft habe sich bei ihm noch nicht gemeldet. Der Kaufhof-Bewerber wies die Vorwürfe mit aller Entschiedenheit zurück. In seinem Unternehmen, der Immobilien-Holding Signa, seien alle Vorgänge transparent und nachvollziehbar. Das Unternehmen habe nichts zu verbergen.

Benko gilt als Favorit im Bieterkampf um die Metro-Tochter Kaufhof, die zum Verkauf steht. Mehr als zwei Milliarden Euro soll die deutsche Kaufhaus-Kette kosten. Benko wertete es als „Schmutzkübelkampkampage“, dass die Ermittlungen gegen ihn in der Schlussphase des Kaufhof-Bieterwettbewerbs auftauchten. Offensichtlich werde jetzt mit allen Mitteln um den Kaufhof gerungen.

Kommentare (4)

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Treibgut-des-billigen-Geldes

25.11.2011, 17:41 Uhr

Der angedachte Kaufhofverkauf entwickelt sich zu einem Stück aus dem Tollhaus. Es stellt sich die Frage nach der wirksamen Vertretung der Eigentümerseite durch die Unternehmensführung. Metro (samt Großaktionär Haniel) steckt in einem Umbau der Führungsspitze, der die eigene Verhandlungsposition empfindlich schwächt. So hat jüngst J.Kluge als Chef des Metro-Aufsichtsrates das Handtuch geworfen. Auch der Vorsitzende des Metro-Vorstandes, Cordes, agiert nach langem Zwist nur noch auf Abruf. Die Abkehr vom Unternehmen zeigt sich auch in der Führung des Metro-Großaktionärs Haniel. Hier wirft Kluge ebenfalls hin - diesmal als Unternehmenschef. Derart geschwächt geht Metro in Verkaufsverhandlungen. Auf der Gegenseite sitzt mit Signa ein Immobilientandler unter Geldwäscheverdacht samt einem griechischem Reeder, dem die Frachtraten wegbrechen. Economous Unternehmen Dryships residiert steuerfern auf den Marshallinseln. Dryships Kursperformance seit dem emissionsnahen Hoch: minus 97,5% . Metro wäre gut beraten, den Verkauf auszsetzen, bis auf beiden Seiten des Verhandlungstisches verläßliche Bedingungen herrschen

Sonderausschuettung

25.11.2011, 19:35 Uhr

Die Staatsanwältin soll erstmal ihre Akten zu Ende lesen, bevor Sie hier höchst rufschädliche Vermutungen äußert.

Für uns Metro-Aktionäre steht endlich schließlich eine Sonderausschüttung von 2,4 Mrd. € im Raum, auf die wir lange warten mussten.

Außerdem gilt die Unschuldsvermutung - und der Metro CFO Koch hat mit den Banken geprüft und nichts gefunden.

Gregror

25.11.2011, 20:28 Uhr

Benko Immobilie in Wien hat zufällig gebrannt (Denkmalschutz und so ...)
http://kurier.at/nachrichten/wien/4318376.php

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