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11.01.2011

08:20 Uhr

Restrukturierung

Umbau der Kosmetiksparte kostet Beiersdorf Gewinn

Der Umbau der Kosmetiksparte kommt Beiersdorf erst einmal teuer zu stehen. Wobei sich das Unternehmen besser geschlagen hat als Analysten erwartet hatten. Auch die Tesa-Sparte bereitet wieder Freude.

Nivea-Dosen im Produktionswerk der Beiersdorf AG. dpa

Nivea-Dosen im Produktionswerk der Beiersdorf AG.

HB FRANKFURT. Der Umbau des Kosmetikgeschäfts hat den Gewinn von Beiersdorf im vergangenen Jahr belastet. Mit seinen Zahlen schnitt der Nivea-Hersteller allerdings etwas besser ab als von Analysten erwartet. Der Hamburger Traditionskonzern kam 2010 nach Sondereffekten auf einen Betriebsgewinn (Ebit) von 579 Millionen Euro nach 587 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie Beiersdorf am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 559 Millionen Euro gerechnet.

Der von der Tchibo-Mutter Maxingvest kontrollierte Hersteller von Cremes, Shampoo oder Seife setzte im vergangenen Jahr 6,19 Milliarden Euro um - ein Plus von 7,7 Prozent. Einen konkreten Ausblick auf das neue Jahr legte Beiersdorf nicht vor. Der Konzerngewinn sank auf 308 Millionen Euro nach 380 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Die Geschäfte hätten sich im vergangenen Jahr sehr unterschiedlich entwickelt, erklärte das Management. Die Sparte Tesa habe nach der Wirtschaftskrise zu alter Stärke zurückgefunden. Der Spartenumsatz nahm um 13,2 Prozent auf 872 Millionen Euro zu, womit das Klebebandgeschäft sogar über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2008 abgeschnitten habe. Dagegen blieb das Kosmetikgeschäft schwach und erzielte lediglich ein Umsatzplus von 1,6 Prozent auf 5,32 Milliarden Euro.

„Trotz klarer Erfolge in einzelnen Regionen sind wir mit der generellen Geschäftsentwicklung im Unternehmensbereich Consumer 2010 nicht zufrieden“, erklärte Vorstandschef Thomas Quaas. Der Konzern mit über 20.000 Beschäftigten macht den Löwenanteil seiner Erlöse mit Kosmetikartikeln wie Nivea, Eucerin, Labello und 8x4. Beiersdorf hatte Anfang Dezember ein umfangreiches Investitionsprogramm aufgelegt und angekündigt, margenschwache Produkte aus seinem Sortiment zu streichen. Dafür hat der Konzern 2010 Kosten von etwa 120 Millionen einkalkuliert.

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