Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.05.2012

19:16 Uhr

Rhön-Klinikum

Paulsons Einstieg gibt Rätsel auf

Der US-Hedgefonds-Manager John Paulson hat mitten im Übernahmepoker zwischen Rhön-Klinikum und Fresenius seine Anteile an dem Klinikbetreiber deutlich erhöht. Unklar ist, welche Pläne der Investor damit verfolgt.

Die Motive für John Paulsons Einstieg bei Rhön-Klinikum sind unklar. dpa

Die Motive für John Paulsons Einstieg bei Rhön-Klinikum sind unklar.

FrankfurtDer prominente US-Hedgefonds-Investor John Paulson ist beim Klinikbetreiber Rhön-Klinikum eingestiegen und verleiht der geplanten Übernahme des Konzerns durch Fresenius damit zusätzliche Spannung. Der Investor habe am 22. Mai die Meldeschwelle von drei Prozent überschritten und zu diesem Zeitpunkt 3,65 Prozent der Stimmrechte gehalten, teilte Rhön-Klinikum am Donnerstag mit. Das entspricht fünf Millionen Aktien.

Der Gesundheitskonzern Fresenius will Rhön-Klinikum für 3,1 Milliarden Euro übernehmen und hatte kürzlich sein Übernahmeangebot veröffentlicht. Fresenius bietet den Rhön-Aktionären 22,50 Euro je Aktie. Aktuell liegt der Kurs der Rhön-Aktie mit 22,03 Euro allerdings noch unter dem Angebotspreis. Im Umfeld der Unternehmen wird nun über die Motive von Paulson gerätselt: Will er nur die Differenz zu seinem Einstiegskurs einsammeln oder hat er weitergehende Pläne, fragen sich mehrere Insider. Am 22. Mai wurde die Rhön-Aktie an der Börse bei Kursen um 20,70 Euro gehandelt.

Der Hedgefonds-Manager hatte in der Finanzbranche Starruhm erlangt, weil er als einer der ersten den Zusammenbruch des US-Häusermarktes prognostizierte, der sich in der Folge zu einer Krise des weltweiten Finanzsystems ausweitete. Seine Wetten gegen den Markt mit Hypotheken-Papieren mit niedriger Qualität (Subbprime) gingen auf und ließen bei ihm die Kassen klingeln.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×